Göring-Eckardt bei „Markus Lanz“: Lindner war Jamaika nicht gewachsen

Katrin Göring-Eckardt saß in SPD-Rot bei Lanz. (Bild: Screenshot/ZDF).

Der FDP-Chef habe sich der Bundeskanzlerin „nicht gewachsen“ gefühlt – und dann gekniffen, sagte die Grünen-FraktionschefinKatrin Göring-Eckardt bei „Markus Lanz“.

Der Phantomschmerz über die verpasste Regierungsbeteiligung ist zwar verschwunden – für eine letzte Abrechnung mit der FDP aber ist es den Grünen nie zu spät. „Er wollte das“, bekräftigte Katrin Göring-Eckardt am Donnerstagabend bei „Markus Lanz“ bezogen auf den Ausstieg aus den Koalitionsverhandlungen vom Chef-Liberalen Christian Lindner. Der Grund? „Ich glaube, er hatte das Gefühl, das ist ihm zu mächtig und dem ist er nicht gewachsen.“

Folgt uns auf Facebook und bekommt täglich aktuelle Nachrichten und Star-News direkt in euren Feed!

„Das Entscheidende war: Christian Lindner hatte plötzlich Angst vor der Verantwortung“, setzte die Grünen-Fraktionschefin nach. „Die Angst war kein Detail. Das war das Grundproblem.“ Lindner habe bei den Koalitionsverhandlungen einfach keine festen Ziele verfolgt: „Ich glaube, dass die Pläne, die Christian Lindner hatte, sich immer mal abgewechselt haben.“ Der FDP-Chef habe darauf gesetzt, dass die Grünen die Gespräche schon irgendwann abbrechen würden. „Er hat nicht bedacht, dass die Grünen damals in Westdeutschland (da gehörte ich noch nicht dazu) eine ganz zentrale Fähigkeit erarbeitet haben: nämlich Sitzstreiks.“

Lesen Sie auch: FDP-Chef Lindner enthüllt bei “Lanz” Details aus Jamaika-Verhandlungen

Lanz wollte dann noch aus der Grünen-Spitzenkandidatin herauskitzeln, in welchem Ministerinnenamt sie sich denn gesehen hätte. Außenministerin? Nein. Familie? Auch nicht. Dann machte Göring-Eckardt Schluss: „Jetzt reden wir nicht mehr über meinen Traum.“ Nur so viel noch: „Das war ja nicht nur ein Traum, das war auch ziemlich nah an der Wirklichkeit. Und dann hat einer Schiss. Und das ist schon bemerkenswert.“ „Das kann man nicht so richtig ernst nehmen, wenn er jetzt versucht, Opposition zu machen gegen das, was er eigentlich selber hätte machen können“, fasste die Grüne die „Jamaika-Nummer“ zusammen.

Im Video: Der Weg für Merkels vierte Amtszeit ist frei