Goretzka-Berater Jörg Neubauer: "Schalke hat keinen Fehler gemacht"

Das Bayern-Duo hofft, dass die Schalke-Fans mild mit Leon Goretzka umgehen. Außerdem äußern sich Hummels und Müller zur Bundesliga-Reform-Debatte.

Der FC Schalke 04 verliert Leon Goretzka im Sommer an den FC Bayern München. Für Berater Jörg Neubauer hat Königsblau zuvor alles richtig gemacht.

"Ein Vertrag im Fußball ist dann fix, wenn er unterschrieben wird. Wir haben auf dem Weg dahin mit einigen Vereinen gesprochen, die sich für Leon interessiert haben", sagte Neubauer im Podcast "Immerhertha" der Berliner Morgenpost. Goretzka hat sich letztlich für die Bayern entschieden.

Für seinen Berater ist das ein "normaler, logischer Ablauf" der eigenen Karriere: "Er war in Bochum so gut, dass er zu Schalke 04 gehen konnte. [...] Er hat dann fünf Jahre bei Schalke 04 gespielt, ist ein fester Bestandteil der deutschen Nationalmannschaft geworden und geht jetzt einfach den nächsten Schritt."

Neubauer: Keine Vorwürfe an Schalke

Am abgebenden Klub hätte es letztlich nicht gelegen: "Sie haben sehr, sehr frühzeitig begonnen, mit uns zu sprechen, haben sehr, sehr nachhaltig deutlich gemacht, was man mit Schalke vorhat, was dort passieren soll. Sie haben auch vertraglich sehr, sehr große Anstrengungen unternommen, die es so auf Schalke noch nicht gegeben hat."

Insbesondere Sportdirektor Christian Heidel erhielt großes Lob von Neubauer für seine Bemühungen. Letztlich habe der Spieler sich aber für den neuen Schritt entschieden: "Es ist einfach so, dass Leon abgewogen hat, wie er seine Situation sieht und wie er sie in der Zukunft sehen möchte."

Ablösefreier Abgang von Goretzka "in Kauf genommen"

Die Aussagen von Clemens Tönnies, dem zufolge Goretzka bis Sommer auf der Tribüne sitzen könnte, ordnete Neubauer ein: "Er brennt und lebt für seinen Verein. Mit seinen Emotionen liegt er sicherlich nicht immer zu 100 Prozent richtig in seinen Ideen aus Aussagen."

Klar ist für den Berater: "Im Sommer stand es ja überhaupt nicht zur Debatte, dass er transferiert wird. Wenn man gewollt hätte, hätte man ihn verkaufen können - wie man es bei Leroy Sane oder Julian Draxler gemacht hat. [...] Das impliziert auch, dass man in Kauf genommen hat, dass man den Spieler gegebenenfalls ablösefrei verliert."