GoPro Hero6 im Test: Zeitlupe, Stabilisierung, sachte Verbesserungen

Felix Knoke
GoPro Hero6 review


Kollege James Trew hat die neue GoPro Hero6 getestet und kommt zum Schluss: Gerade die verbesserten Fotografiemöglichkeiten sprechen für dieses äußerlich fast nicht erkennbare Upgrade der Kamera: Bildstabilisierung, Zeitlupe, Bildqualität.

Bildstabilisierung

Erst seit der Hero5 haben GoPros eine elektronische Bildstabilisierung - allerdings nur auf zwei Achsen, nur bei Videos mit weniger als 4K-Auflösung und 60 Bildern pro Sekunde und auf Kosten von 10 Prozent der effektiven Bildfläche.

Die Bildstabilisierung in der Hero6 stabilisiert nun auch Drehbewegungen und das auch bei Videos mit 4K bei 30 FPS und 1080p bei 120 FPS. Außerdem beschneidet sie das Bild um nur noch 5 Prozent. Wer ein stabileres Bild haben will, muss also nicht mehr auf Bildfläche verzichten. Klar, mit einer optischen Bildstabilisierung kann das noch immer nicht mithalten. Aber: Bildverzerrungen behebt die Kamera nun hardwareseitig direkt in der Kamera.

Zeitlupe

4K und Zeitlupe ist bei kleinen Kameras noch immer ein großes Problem. Auch die neuste GoPro schafft gerade einmal 60 FPS bei 4K. Das reicht für ein Slomo-Gefühl aber ermöglicht keine echten Zeitlupenspielereien. Aber unterhalb von 4K geht es los: 120 FPS bei 2,7K und immerhin 240 FPS bei 1080p: Das ist ein Achtel der typischen 30-FPS-Aufnahmen. Übrigens nimmt das iPhone 8 auch 4K mit 60 FPS und 1080p mit 240 FPS auf, damit können also iPhone- und GoPro-Videos vereinfacht miteinander verschnitten werden.

Aber: Die Zeitlupenvideos komprimiert die Kamera mit dem neuen HEVC-Codec. Und den gibt es derzeit erst ab macOS High Sierra und (seit einem Update im Juni) mit Windows 10. Wer ein anderes/älteres Betriebssystem benutzt, wird wenig Spaß damit haben.

Bildqualität

Auf die Bildqualität kommt es schließlich drauf an. Und hier strahlt die Hero6 heller als ihr Vorgänger. Alles wirkt schärfer und detaillierter, schreibt Trew, und auch die Farben seien viel besser - oder zumindest knalliger. Das könne auch nerven. Im englischen Artikel gibt es einen interaktiven Bildvergleich. In den Einstellungen finden sich nun außerdem neue Aufnahmeparameter und der Zoom/Aufnahmewinkel lässt sich stufenlos einstellen.

Preis

All die Verbesserungen müssen bezahlt werden. Die Hero6 kostet 570 Euro, hundert Euro mehr als ihr Vorgänger (deren Preis gleich bleibt).




Test, Hero 6