Googles neues Betriebssystem Android 12 orientiert sich an Apple — und macht damit einiges richtig

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Gespannt schauten gestern Tausende Google-Nutzer und Tech-Fans auf den Start der jährlichen hauseigenen Entwicklerkonferenz Google i/o. Zwei Stunden lang stellten Google-Chef Sundar Pichai und seine Mitarbeiter auf der Eröffnungspräsentation die größten Neuheiten im Aufgebot von Google vor. Darunter auch das brandneue Smartphone-Betriebssystem Android 12. Bei der Präsentation wurde klar: Die Zukunft auf Android-Geräten wird bunt und orientiert sich dabei auch an dem großen Konkurrenten Apple.

Vor allem optisch wird sich mit dem neuen Update einiges ändern. Durch die Funktion "Color Extraction" passt das System die Farben auf dem Bildschirm einem vom Nutzer ausgewählten Bild an. Eine Künstliche Intelligenz ermittelt dann, welche Farben für die verschiedenen Anwendungen verwendet werden. Sperrbildschirm, Benachrichtigungsleiste und Co. werden dementsprechend vom System angepasst.

Auch in Sachen Animationen wagt Google einen Schritt nach vorne. Werden alle Benachrichtigungen im Sperrbildschirm gelesen oder weggewischt, wird auch die Uhr größer dargestellt. Auch die Schnellzugriffsleiste wurde neu gestaltet und erinnert nun mehr an die der iPhone-Geräte. Die Leiste lässt sich vom oberen Bildschirmrand herab wischen und enthält nun auch Felder für die Smarthome-Steuerung und Google Play.

Insgesamt lässt sich auf der Entwicklerkonferenz feststellen, das Google sein neues Betriebssystem etwas vereinfacht und entschlackt hat. Der Gesamteindruck soll dadurch besser werden und das System flüssiger laufen. Durch weitere Anpassungen verspricht das Unternehmen auch, dass der Akku länger durchhalten soll.

Mehr Privatsphäre und neue Sprach-KI

Auch Google nimmt das Thema Privatsphäre und Datenschutz auf der Konferenz ernst und verspricht, durch Android 12 bessere Privatsphäre- und Sicherheitsfunktionen einzuführen. So führen die Entwickler aus Kalifornien unter anderem ein neues Privatsphäre-Dashboard ein. Darüber lassen sich Berechtigungseinstellung verschiedener Apps einfacher einsehen. Nutzer können nun auch erkennen, auf welche Daten Apps wie oft zugreifen und ihnen die Berechtigung dafür erteilen oder entnehmen.

In der Statusleiste wird in Zukunft auch angezeigt, wann Apps auf das Mikrofon oder die Kamera zugreifen. Auch hier hat man sich am iOS-System von Apple orientiert. Ein weiterer Punkt, bei dem Google von der Konkurrenz aus Cupertino abgeschaut hat: Nutzer können Apps nun auch den Zugriff auf den ungefähren, und nicht nur den genauen, Standort erteilen.

Eine weitere wichtige Neuerung stellt Googles neues Sprachmodell namens Lamda dar. Die Entwickler versprechen, dass durch die neue KI natürliche Gespräche möglich sein werden. Diese und weitere KI-Prozesse laufen dabei nur auf dem Smartphone und nicht in einer Cloud ab, verspricht Google und führt den "Android Private Computer Core" ein, damit die Daten der Nutzer privat bleiben.

Eine Betaversion von Android 12 ist bereits auf Pixel-Smartphones, OnePlus, Xiaomi und weiteren Geräten erhältlich. Der offizielle Start ist gemeinsam mit der neuen Pixel-Generation im Spätsommer oder Herbst geplant.

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