Google will sich um zwielichtige Kindervideos kümmern

Sascha Koesch


Vor einer Weile wurde das höchst eigentümliche Phänomen von YouTube-Videos für Kinder ins Licht gerückt in denen stellenweise scheinbar automatisiert eine Mischung aus Superhelden-Animationen, stumpfen Soundeffekten, zweifelhafter Brutalität und anderem albtraumhaftem Kram versammelt wird.

Es ist ein eigenes Internet-Genre, das uns gelegentlich vorkommt wie eine Mischung aus Teletubbies und automatisierter "Freakshow". Das merkwürdige: es erfreut sich, wenn man den Clicks glauben darf, einer massiven Beliebtheit. Jedenfalls gibt es eine solche Masse an solchen Videos, dass man wirklich einen genaueren Blick auf dieses Phänomen haben sollte.

Nun hat Google jedenfalls angekündigt sich diesem Problem zu widmen und hofft mittels eines Prozesses, der über Meldungen von Usern gehen soll, das ganze in den Griff zu bekommen. Prinzipielle Funktionsweise ist die, solche Videos nach Meldung im Alterszugang zu beschränken und eingebetete Werbung zu verbieten. In YouTube Kids sollen diese Videos dann auch nicht mehr landen, zumal sie dafür eh etwas länger ohne Beanspruchung online sein müssten, damit sie überhaupt aufgenommen würden.

Ob diese Maßnahmen bei der Unmenge an Videos dieser Art reichen und ob es überhaupt auch nur ein einigermaßen verlässliches Kriterium gibt, nachdem man solche Videos als unbedenklich, schwach- oder stumpfsinnig, einfach nur nervig oder irgendwie unbedarften Spaß sortieren kann, wagen wir zu bezweifeln.

The Verge