Google war Schuld am Internet-Aus in Japan

Felix Knoke
A man rides a bike passed a Google sign and logo at the Googleplex in Menlo Park, California on November 4, 2016. / AFP / JOSH EDELSON (Photo credit should read JOSH EDELSON/AFP/Getty Images)

Letzte Woche verlor halb Japan für kurze Zeit Zugang zum Internet durch einen Fehler von Google. Der Fehler fiel schnell auf und wurde binnen Minuten behoben, aber infolge waren viele Internetverbindungen für Stunden verlangsamt. Der Schaden war so groß, dass Japans Innen- und Kommunikationsministerium eine Untersuchung des Vorfalls einleiteten.

Das Problem nahm Freitagnachmittags seinen Lauf. Ein Fehler von Google führte dazu, dass eine großer Teil der IP-Adressen in Japan durch Googles Server geroutet wurden. Allerdings gehörten diese IP-Adressen zu japanischen Internetanbietern. Internetverkehr von japanische Surfern, die diese IP-Adressen nutzten, wurde also zu Google geleitet. Aber da Google kein Internetanbieter ist und Datenverkehr nicht routen soll, landeten diese Internetpakete im Nichts.

Nach Stunden wurden alle Internetverbindungen wiederhergestellt, aber die nach wie vor langsamen Verbindungen schadeten der Finanzbrachem, die den Online-Handel einstellte, und Verkehrsysteme, die keine Onlinetickets mehr verkaufen konnten. Vor allem waren die japanischen Internetanbieter KDDI Corp. und NTT Communications betroffen - allein letzterer versorgt über sieben Millionen Japaner mit Internet.

Ein Google-Sprecher teilte Asahi Shimbun mit, dass "wir falsche Informationen für das Netzwerk gesetzt haben und als Ergebnis Probleme verursachten. Wir haben die Informationen innerhalb von acht Minuten korrigiert. Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten und Ängste (unter Internet-Nutzern)."

Asahi Shimbun, BGPMon