Good News des Tages: Vergessener Teddybär erlebt Abenteuer und kehrt dann zurück

Johannes Giesler
Freier Autor
Thompson McDaniel vergisst seinen Teddybär im Myrtle Beach Nationalpark. Doch der geht, dank der Ranger, auf große Rundreise. Am Ende kommt er aber wieder wohlbehalten bei Thompson an. Foto: privat / Facebook / South Carolina State Parks

Ein kleiner Junge vergisst sein Kuscheltier in einem Nationalpark. Mitarbeiter finden den Teddybären, anstatt ihn aber gleich zurück zu schicken, erleben sie gemeinsam Abenteuer. Damit der Junge weiß: Sein Teddy hatte trotz der Trennung eine schöne Zeit.

Vor einigen Wochen verbringt der fünfjährige Thompson McDaniel gemeinsam mit seiner Familie die Ferien im Myrtle Beach Nationalpark. Direkt an der Strandlinie von South Carolina erstrecken sich hier kilometerlange Wälder mit Wanderwegen, Angelplätzen und Hütten zum Übernachten. Doch als die McDaniels am Ende der Ferien eine dieser Hütten verlassen, vergessen sie ein wichtiges „Familienmitglied“: Thompsons Teddybären. Den Verlust bemerken sie erst zuhause, rufen dann sofort bei der Parkverwaltung an – und tatsächlich, der Teddy ist noch da. An dieser Stelle hätten die Parkmitarbeiter das Kuscheltier einfach nachsenden können, stattdessen hat Amanda Jenkins, die für die Parkverwaltung arbeitet, eine Idee.

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Sie schlägt vor, der Teddy soll seinen eigenen „Mini-Urlaub“ erleben, bevor er nach Hause zurückreist. Ihre Idee dahinter: Thompson soll wissen, dass sein Bär eine schöne Zeit hatte, trotz der Trennung von ihm. „Wir wollten zeigen, wie viel Spaß der Teddy hier hatte“, sagt Jenkins später im Gespräch mit der Regionalzeitung myrtlebeachonline.

Teddy-Tour durch den Park

Bis das Paket der McDaniels ankommt, mit dem die Park-Ranger den Teddy zurückschicken können, ist noch etwas Zeit. Also machen sie eine Rundreise. Thompsons Teddy geht zuerst Angeln, macht dann ein Selfie am Strand, blickt durch ein Aussichtsfernrohr in die Natur, lässt auf einer Parkbank die Seele baumeln und fährt mit den Rangern in ihrem Truck durch die Gegend. Alles dokumentieren die Ranger mit Fotos.

Sie veröffentlichen später die Teddy-Tour auf der eigenen Facebook-Seite. Mittlerweile wurde der Beitrag über 2.000 Mal geteilt und mit vielen positiven Kommentaren bedacht. Theresa O’Hagan etwa fragt, ob sie nicht selbst mal im Park vergessen werden könnte, um mit den Rangern Abenteuer zu erleben. Hilda Howard Morrow schreibt: „Wir haben einfach großartige Ranger in South Carolina. Ich liebe diese Geschichte, so könnte ein Kinderbuch beginnen.“

„Bär war angeln“

Seit vergangenen Mittwoch sind Thompson und sein Teddy wieder vereint. Der hört, zu Ehren der Parkmitarbeiter, mittlerweile auf den Namen „Junior Ranger Bär“. Thomspons Vater Greg erzählt, sein Sohn habe sich sehr über die Bilder gefreut. „Als er sie sah, sagte er: ‚Bär war angeln‘.“ Um sich zu bedanken, verfasst Thompson noch eine kurze Nachricht an die Parkmitarbeiter. Darauf steht: „Vielen Dank, dass ihr ein paar Tage auf meinen Bären aufgepasst habt.“


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