Krebskrankes Mädchen wird zum Ehren-Trooper ernannt

Johannes Giesler
Freier Autor
Die State Police Trooper aus Pennsylvania ernennen die vierjährige Rose Ramirez zum Ehren-Trooper. Foto: Symbolbild / gettyimages / Onfokus

Rose Ramirez ist erst vier Jahre alt, kämpft aber schon seit Monaten gegen den Krebs. Sie hat vier Chemotherapien hinter sich, eine fünfte folgt bald. Und doch schaffen es Polizisten aus Pennsylvania, das kleine Mädchen mit einer großen Geste zum Lächeln zu bringen.

Rose Ramirez liegt mehr in ihrem schwarzen Kinderwagen, als dass sie sitzt. Nur noch wenige rotblonde Haare wachsen aus ihrem sonst kahlen Schädel. Sie ist bleich, wirkt gezeichnet von den vier Chemotherapien, die sie hinter sich hat. Die fünfte steht ihr bald bevor, danach folgen zwei Stammzellen-Transplantationen. Und doch lächelt die Vierjährige, als die Staatspolizei von Pennsylvania Rose vergangene Woche zum „Ehren-Trooper“ kürt. Ihre Mutter, Nicole, setzt ihr während der Zeremonie dafür den charakteristischen Trooper-Hut auf.

Jeder Tag ist eine neue Herausforderung

Rose Ramirez hat Krebs. Im vergangenen Oktober wird bei ihr ein Neuroblastom gefunden. Eine Krebsart, die besonders häufig bei Kindern auftritt. Etwa eines von 100.000 Kindern ist betroffen, mit zunehmendem Alter sinkt das Risiko auf eine Erkrankung. Roses Neuroblastom wächst neben ihrer Niere und verursacht Magenschmerzen. Ihr behandelnder Arzt findet jedoch schnell heraus, dass die Ursache für die Magenschmerzen keine gewöhnliche ist. „Heute geht es ihr gut, morgen aber kann es schon ganz anders sein. Um das alles durchzustehen, denken wir von Tag zu Tag“, sagt Nicole Ramirez im Gespräch mit ABC News.

Für die Behandlung von Rose reist die Familie regelmäßig aus ihrer Heimat Florida nach Philadelphia, um dort im Kinderkrankenhaus die beste Behandlung zu bekommen. Doch das kostet viel Geld, deshalb haben die Ramirez ein Spendenkonto eingerichtet, auf dem schon fast 25.000 Dollar eingegangen sind. Doch der Weg zum Spendenziel von 100.000 Dollar ist noch weit. Das entmutigt die Familie aber nicht.

Ein starkes Band innerhalb der Strafverfolgungs-Behörden

„Rose ist ein glückliches, temperamentvolles Mädchen. Jeder auf der Onkologie-Station kennt sie, weil sie so frech ist. Sie sagt den Ärzten und Pflegern geradeheraus, was sie denkt und will“, erzählt Mutter Nicole. Für Familien in ähnlichen Situationen haben die Ramirez eigens eine Facebook-Seite erstellt: „Team Priness Rose“. Darauf teilen sie Erfahrungen, darunter viele schöne, aber auch manche schwierigen, im Kampf gegen den Krebs.

Roses Vater Jose arbeitet als Polizist bei der Highway Patrol in Florida. Auch deshalb dachten sich wohl die Trooper aus Pennsylvania, dass sie der kleinen Rose eine Freude bereiten müssten. Denn sie kannten das Mädchen vorher gar nicht. „Ich habe immer gewusst, dass das Band innerhalb der Strafverfolgung ein sehr starkes ist. Es rührt uns sehr, dass wir von Fremden so viel Unterstützung erfahren“, sagt Jose über die besondere Zeremonie zu Ehren seiner Tochter.

Der Vertreter der Staatspolizei aus Pennsylvania, Joseph Altieri, sagt in seiner Laudatio über Rose: „Wir hoffen, dass ihr der neue Hut dabei hilft, ihren Kampf weiter so stark und entschlossen zu führen.“ Zwar spricht das Mädchen während der ganzen Zeremonie kein Wort, aber ihr kurzes Lächeln sagt alles.