Nach Gondeldrama: Externe Experten untersuchen die Seilbahn

Die Fachleute begutachten das Material.

An der Kölner Seilbahn haben die Untersuchungen begonnen: Kurzfristig beauftragte externe Gutachter hangeln sich derzeit die Seile der Bahn entlang, um das Material über die gesamte Länge in Augenschein zu nehmen und eine detaillierte Unfallaufnahme vorzunehmen.

Nach Angaben des Kölner Verkehrs-Betriebe handelt es sich dabei um Fachleute des Instituts für Fördertechnik mit Sitz in Stuttgart. Die Bezirksregierung Köln hatte der KVB gestern die Genehmigung erteilt, Gutachterfahrten und Materialtransporte mit der Seilbahn durchzuführen.

Gründlichkeit hat Priorität

Wie lange die Arbeiten der Gutachter dauern werden, dazu wollte sich die KVB nicht äußern. Gründlichkeit habe nun oberste Priorität, sagte KVB-Sprecher Matthias Pesch. Natürlich wolle man so bald wie möglich Ergebnisse präsentieren.

„Sicher ist nur, dass die Bahn erst dann wieder fahren wird, wenn wir absolute Sicherheit bezüglich der Unfallursache haben“, betonte Pesch. Neben dem Gutachter soll am Donnerstag zusätzlich noch der TÜV-Süd eine Unfallaufnahme vornehmen.

Auf der Basis der Gutachten beider Institutionen will die KVB dann über das weitere Vorgehen entscheiden. In der kommenden Woche soll außerdem eine Fachfirma aus Südtirol das Hilfsseil entfernen, das den Unfall ausgelöst hat.

Es hatte sich aus ungeklärter Ursache um eine der Fahrkabinen gewickelt und den Stopp der Seilbahn ausgelöst. Das Seil befindet sich in der Mitte zwischen den Tragseilen für die Gondel und den Halteseilen für die Pylonen. Auch die defekte Gondel selbst wird derzeit in der Betriebswerkstatt in Weidenpesch untersucht.

Begutachtet werde außerdem das gesamte Seilbahnsystem

Außerdem haben die Kölner Verkehrs-Betriebe am Mittwoch begonnen, Kontakt zu den Menschen aufzunehmen, die sich währen des Zwischenfalls in den Gondeln befanden. Der Technik-Vorstand Jörn Schwarze hatte erklärt, dass allen 65 Fahrgästen – darunter 20 Kinder und Jugendliche – eine Entschädigung für den misslungenen Sonntagsausflug angeboten werde.

Die Betroffenen waren von 40 Höhenretter aus den festgefahrenen Seilbahnen gerettet worden. Ob die Bahn in dieser Saison noch einmal in Betrieb gehen kann, ist zum jetzigen Zeitpunkt unklar.

Der Einnahmeausfall beträgt allein für die nächsten drei Wochen 150.000 Euro. Sollte die Seilbahn ihren Betrieb in diesem Jahr nicht mehr aufnehmen, würde das für die KVB nach eigenen Angaben ein Fehlbetrag von einer halben Million Euro bedeuten....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta