Gomez rettet VfB Remis bei Korkut-Debüt

Mit einem Abstaubertor an alter Wirkungsstätte hat Mario Gomez seinem neuen Trainer Tayfun Korkut eine Niederlage im ersten Spiel als Coach des VfB Stuttgart erspart.

Dank des Tores des Nationalspielers nach exakt einer Stunde erkämpften sich die Schwaben beim VfL Wolfsburg ein verdientes 1:1 (0:1) (DATEN: Spielplan und Ergebnisse).

"Der Punkt war verdient. Wir nehmen ihn so mit, wir hätten zwar gerne drei gehabt, aber es ist kein Wunschkonzert", meinte Korkut bei Sky und lobte seinen Stürmer: "Gomez ist ein top Spieler, davon werden wir im Lauf der Saison noch mehr sehen."

Gomez lobt ungewohnten Sturmpartner

Gomez, der in Christian Gentner einen ungewohnten Sturmpartner hatte, meinte: "Christian kann überall spielen. Aber es ist komplett egal, wer wo spielt. Wir müssen es von der Art und Weise her so auftreten, wie wir es in der zweiten Halbzeit getan haben."

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Für die Wolfsburger Führung hatte in der 24. Minute Divock Origi gesorgt. Die Leihgabe vom FC Liverpool war mit einem platzierten halbhohen Schuss von der Strafraumgrenze erfolgreich. Vorausgegangen war ein Ballverlust des Stuttgarters Andreas Beck gegen Yunus Malli, der Origi anschließend mustergültig bediente.


Gomez trifft gegen seinen Ex-Klub

In der 60. Minute war Gomez dann aus kurzer Distanz für den Ausgleich verantwortlich. Der in der Winterpause von den Niedersachsen nach Stuttgart zurückgekehrte Torjäger hatte schon in der zehnten Minute bei einem Kopfball in aussichtsreicher Situation die Führung für die Gäste knapp verpasst.


Danach wurde er von seinen ehemaligen Teamkollegen weitgehend abgemeldet - bis zur 60. Minute.

Verabschiedung vor dem Spiel

Vor der Partie war der Nationalspieler offiziell aus Wolfsburg mit einem Blumenstrauß und einer Collage verabschiedet worden, begleitet vom Beifall der 24.378 Zuschauer in der Volkswagen-Arena.

Für seinen neuen Arbeitgeber hat Gomez in der Rückrunde nun ausgerechnet in Wolfsburg das erste Mal getroffen (Das Spiel im TICKER zum Nachlesen).

Wolfsburg enttäuscht

Der zehnte Heimsieg in Serie gegen den VfB wäre auch schmeichelhaft für die Norddeutschen gewesen. Lediglich in der Phase nach dem 1:0 übernahmen die Platzherren auch ohne vier verletzte Stammspieler fast durchgehend das Kommando auf dem Platz.

Schon vor dem Seitenwechsel vergaben Maximilian Arnold (22.) und Daniel Didavi (29.) eine höhere Führung für die Gastgeber (DATEN: Die Tabelle).

Knapp 60 Sekunden nach seiner Einwechslung hatte der zu Wiederbeginn für Anastasios Donis eingewechselte Daniel Ginczek den Ausgleich auf dem Fuß. Eine Initialzündung für mehr Offensivdrang der Gäste, der zu Recht mit dem Ausgleich belohnt wurde.

VfB übernimmt die Kontrolle

Danach kippte die Begegnung immer mehr. Mit größerem Engagement in den Zweikämpfen gewannen die Stuttgarter mehr und mehr die Oberhand, der VfL verlor zunehmend den Faden.

Trainer Martin Schmidt tigerte unentwegt durch die Coaching-Zone, die Anweisungen des Schweizers wurden aber nicht umgesetzt.

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