Golla befürchtet verkürzte Karrieren

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Golla befürchtet verkürzte Karrieren
Golla befürchtet verkürzte Karrieren

Johannes Golla, der neue Kapitän der Nationalmannschaft, befürchtet angesichts der hohen Belastungen im Handball verkürzte Karrieren von Spielern. „Ich denke schon“, sagte der 24-Jährige auf eine entsprechende Frage im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vor dem Start der EM in der Slowakei und Ungarn (13. bis 30. Januar): „Es ist ein unglaubliches Programm.“

Mit der SG Flensburg-Handewitt "bin ich manchmal um 4.30 Uhr Donnerstagnacht zuhause, und Freitagmorgen fliegen wir wieder zum nächsten Spiel. Dann sind wir in der Nacht auf Sonntag um halb fünf wieder daheim. Diesen Aufwand sieht keiner", sagte Golla, Nachfolger von Uwe Gensheimer als DHB-Kapitän: "Aber das Reisen zehrt an den Kräften. Was sollen wir machen? Es bleibt uns nichts übrig, als zu versuchen, alle Spiele unterzubringen. Wir wollen ja in allen Wettbewerben dabei sein."

Die Corona-Krise habe das Problem mit dem überfüllten Terminkalender noch einmal verschärft.

Golla: Die Familien müssen es auffangen

„Es ist verrückt, wenn man auf die vergangenen anderthalb Jahre schaut. Anfang 2020 waren wir für sechs Monate komplett stillgelegt. Da haben wir gedacht, wann geht es endlich wieder los. Alles war unsicher“, sagte Golla: „Praktisch seit dem Tag, als es wieder losging, spielen wir durch. Ich hatte in dieser Zeit insgesamt drei Wochen Urlaub. Das zehrt. Die Familien müssen uns den Rücken freihalten. Meine Freundin war während der Olympischen Spiele allein mit unserem Baby, nun auch während der EM. Das ist nicht perfekt. Aber man nimmt es in Kauf.“

Bei der EM, wo die deutschen Spiele von ARD und ZDF live übertragen werden, trifft die DHB-Auswahl in der Vorrunde in Bratislava auf Belarus (14. Januar), Österreich (16. Januar) und Polen (18. Januar). Die ersten zwei Mannschaften qualifizieren sich für die Hauptrunde, die ebenfalls in der slowakischen Hauptstadt stattfindet.

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