Goldman, Fidelity, Citigroup: Die Prognosen der Megabanken

Ein Geschäftsmann spricht am Handy, hinter ihm die Skyline einer Metropole mit vielen Hochhäusern
Ein Geschäftsmann spricht am Handy, hinter ihm die Skyline einer Metropole mit vielen Hochhäusern

Zu Beginn eines jeden Jahres hagelt es Prognosen. Ganz besonders an der Börse, wo man ja bekanntlich die Zukunft handelt.

In diesem Jahr habe ich bereits alles gehört. Vom totalen Crash bis zur Kursexplosion war alles dabei.

An der Börse darf eben jeder seine Meinung haben. Allerdings wird sich nicht jede Meinung mittelfristig in satte Gewinne verwandeln.

Wie in jedem Jahr, geben auch die Profis ihre Prognosen ab. Die Megabanken Goldman Sachs (WKN: 920332), Fidelity und Citigroup (WKN: A1H92V) haben sich bereits geäußert.

Goldman Sachs

Für Goldman Sachs ist im Jahr 2023 alles anders. Dabei ist der Ausblick leicht optimistisch, obgleich einige Risiken im Raum stehen.

Das über allem stehende Risiko sei die Bekämpfung der Inflation. Gelingt diese mittelfristig nicht, wird die US-Notenbank zu weiteren Zinserhöhungen gezwungen sein. Und das sehen die Aktienkurse gar nicht gerne. Geht die Inflation jedoch stark zurück, könnte die US-Notenbank wiederum zu lange auf dem gegenwärtigen Kurs beharren.

Trotz allem klingen die Prognosen von Goldman Sachs leicht optimistisch. Ein Weltwirtschaftswachstum von schwachen, aber immerhin positiven 1,8 % könnte in 2023 gelingen.

Fidelity

Bei Fidelity schaut man ebenfalls mit Adleraugen auf die US-Notenbank. Das Börsenjahr 2023 kann gut oder schlecht werden. Je nachdem, was die US-Notenbank macht.

Dementsprechend defensiv lesen sich die Prognosen von Fidelity. Man investiert in diesem Jahr lieber mit allergrößter Vorsicht.

Allerdings mit dem Wissen, dass die Börse die wirtschaftliche Entwicklung gerne vorwegnimmt. Handfeste Chancen könnten sich in einigen Nischen und womöglich auch im Immobiliensektor ergeben.

Citigroup

Auch die Prognosen der Citigroup betonen die Risiken. Dennoch sieht man auch Chancen und grundlegende Trendwechsel.

Das Horrorjahr 2022 wurde von der Megabank abgehakt. Stattdessen steht jetzt das Jahr 2024 im Fokus.

Nach den schwierigen Jahren ab 2020 soll die Wirtschaft im Jahr 2024 wieder richtig in Fahrt kommen. Und die Börse könnte diese Entwicklung bereits in diesem Jahr vorwegnehmen. Das Motto lautet: „Märkte führen, die Wirtschaft folgt.“

Meine Prognosen für das Börsenjahr 2023

Die Megabanken sind sich mehr oder weniger einig: Die Risiken sind auch im Jahr 2023 hoch. Und die US-Notenbank könnte weiterhin der Spielverderber sein.

Ich bin in Summe allerdings etwas optimistischer. Das Jahr 2022 liegt hinter uns. Die Kurse vieler hochkarätiger Aktien sind um 50 % und mehr gefallen.

Das letzte Jahr ist mit dem Optimismus des Vorjahres gestartet und viele Investoren wurden nicht nur von der US-Notenbank und der geopolitischen Entwicklung auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Die Wachstumsfantasien waren in vielen Fällen schlichtweg zu traumhaft.

In diesem Jahr sehen wir womöglich genau das Gegenteil. Der Pessimismus sitzt tief. Viele Investoren warten auf noch tiefere Kurse. Doch so extrem schlecht ist es um die Weltwirtschaft womöglich nicht bestellt. Viele Geschäftsmodelle könnten sich den neuen Bedingungen nahtlos anpassen und weiter glänzen. Und das Jahr 2023 könnte man am Ende als das Jahr der günstigen Gelegenheiten in Erinnerung behalten.

 

Der Artikel Goldman, Fidelity, Citigroup: Die Prognosen der Megabanken ist zuerst erschienen auf Aktienwelt360.

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Stefan Naerger besitzt keine der erwähnten Aktien. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.

Aktienwelt360 2023