Golden-Globe-Sensation: "Fiji Water Girl" verklagt Fiji Water – Fiji klagt zurück

Julia Weiß
Freie Journalistin

Seit am 7. Januar die Golden Globes verliehen wurden, ist Kelleth Cuthbert als “Fiji Water Girl” berühmt. Doch jetzt wird ihre Liaison mit der Flaschenwasser-Marke hässlich.

Kelleth Cuthbert (links) bei der 76. Golden-Globes-Gala. (Bild: Getty Images)

Auf der diesjährigen Verleihung der renommierten Kino- und Fernsehauszeichnung in Los Angeles sollte Kelly Steinbach – die unter dem Künstlernamen Kelleth Cuthbert als Model arbeitet – die Gäste  zur Erfrischung mit edlem abgefüllten Wasser versorgen. Und diesen Job nahm sie offenbar ernst: Wie Fotos des Events zeigen, war sie selten weit, wenn ein Star möglicherweise einen trockenen Mund bekommen könnte, weil er gerade im Mittelpunkt steht.


Die 31-Jährige betrieb bei den Golden Globes ganz eindeutig “Photobombing”, entschied das Netz, lachte darüber und machte Kelleth Cuthberts Auftritt zum Meme. Unter #fijiwatergirl wird man fündig. Hier nur einige Beispiele:




Dem Model schien der plötzliche Ruhm als “Fiji Water Girl” zu gefallen. Auf Instagram hatte sie bald mehr als 200.000 neue Follower, sie wurde in TV-Shows eingeladen und erhielt neue Werbe-Angebote.

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Dem US-Privatsender “E!News” legte sie eine Persiflage auf die virale Aufmerksamkeit hin. In dem Clip hält Kelleth Cuthbert einen angeblichen Award für “die beste Nebendarstellerin auf dem roten Teppich” in der Hand – es handelt sich um eine Fiji-Wasserflasche. Sie hält eine Golden-Globes-Klischee-Dankesrede, die auch die Fiji-Flasche einschließt. Hier das Video:


So weit der ganz normale Zyklus des Viralen. Doch kurz darauf verklagte das Model den Fiji-Inhaber Wonderful Company auf Entschädigung. Denn der stellt nun Papp-Aufsteller von ihrem Golden-Globes-Auftritt auf – wahrscheinlich, damit die Leute selbst Fotos mit ihr im Hintergrund machen können. Das passt Cuthbert nicht. Ihr Vorwurf: Unberechtigte Nutzung ihres Bildes.

“Fiji Water Girl”: Kelleth Cuthbert ergattert Serienrolle

Seit vergangenem Freitag schlägt das Unternehmen zurück. Wie die BBC berichtet, gibt es nun eine Gegenklage, die es in sich hat. “Frau Steinbach beißt die Hand, die sie füttert”, zitiert das Medienhaus einen Anwalt. Fiji sei schließlich für ihre “15 Minuten Internet-Ruhm” verantwortlich, heißt es weiter. Steinbach aka Cuthbert habe einen exklusiven Ein-Jahres-Vertrag mit der Wonderful Company über 90.000 US-Dollar unterzeichnet. Was sie jetzt tue, zeuge von “Gier” und sei ein Versuch der “Erpressung”. Die Firma spricht dabei von etwa 500.000 US-Dollar.

Cuthberts Anwälte haben laut BBC schon reagiert: “Kelleth wird sich weder von Fiji und der Wonderful Company mobben lassen, noch von deren Milliardärs-Inhabern.” Mal sehen, ob das Netz das “Fiji-Water-Girl”-Meme nun weiterspinnt.

VIDEO: “Fiji Water Girl” verklagt die “Fiji Water”-Firma