Goldcorp: Stärker als Barrick Gold?

Markus Bußler
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Barrick Gold: Ein weiterer Rückschlag

Minenanleger sind in den vergangenen Jahren nicht gerade vom Erfolg verwöhnt. Dennoch: Auch hier gibt es Unterschiede. Eines der großen Sorgenkinder war Goldcorp. Die Nummer vier in Sachen Goldproduktion weltweit wurde vom Markt abgestraft. Sicherlich nicht zu Unrecht: Goldcorp hat mehrfach enttäuscht.

In den vergangenen Tagen ist jedoch wieder etwas Leben in die Aktie gekommen. Nachdem der Konzenr bestätigt hat, seine Produktionsprognose für das laufende Jahr erfüllt zu haben und auf absehbare Zeit keine weiteren Übernahmen plant, sendete die Aktie ein Lebenszeichen. Zudem hat sich die Credit Suisse zu Wort gemeldet und hat die Aktie auf „outperform“ hochgestuft. Ist das mehr als nur eine Eintagsfliege?

Man muss kein großer Fan von Goldcorp sein. Das alte Management hat einige Fehler gemacht. Doch mit Blick auf die beiden Sorgenkinder Eleonore und Red Lake gibt es Hoffnung: Beide Minen hatten zuletzt Gesamtkosten (AISC) von über 1.100 Dollar. Doch bei beiden Minen soll die Produktion steigen und die Kosten fallen. Bei Eleonore rechnet Goldcorp mittlerweile mit Kosten von 900 Dollar im Jahr 2018, bei Red Lake mit 1.000 Dollar. Die Kosten sollen damit auf den gesamten Konzern gerechnet auf 800 Dollar im Jahr 2018, 750 Dollar im Jahr 2019 und 700 Dollar im Jahr 2020 fallen.

Mit anderen Worten: Ja, es besteht tatsächlich Hoffnung, dass Goldcorp wieder in etwas ruhigeres Fahrwasser steuert. Der Konzern sollte 2018 den Turnaround ansteuern. Ausreden gelten beim neuen Management nicht mehr. Jetzt gilt es zu liefern. Gelingt das, dürfte die Aktie wieder eine deutlich bessere Zukunft vor sich haben.