Gold: Ein Blick in die Glaskugel

Markus Bußler
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Seit dem Zinsschritt der US-Notenbank Fed kennt der Goldpreis nur noch eine Richtung: die nach oben. Nachdem das Edelmetall praktisch punktgenau auf dem 76,4 Prozent Fibonacci Retracement bei 1.240 Dollar gedreht hat, konnten zuletzt wichtige Widerstände – unter anderem die 200-Tage-Linie – überwunden werden. Doch wie geht es weiter?

Das Chartbild hat sich in den vergangenen Tagen deutlich gebessert. Die COT-Daten von Dienstag vergangener Woche signalisieren noch immer grünes Licht für Gold. Die großen Spekulanten waren mit 113.795 Kontrakten netto long auf Gold, die Commercials mit 128.217 Kontrakten netto short. Dazu hat sich das Sentiment wieder leicht ins Positive verlagert mit 56 Prozent Bullen.

Insgesamt also gute Vorzeichen. Der große Widerstand für die Bullen liegt bei 1.297/1.300 Dollar. Gelingt der Ausbruch über dieses Niveau, können die Anleger von einem Angriff auf das Spätsommerhoch des laufenden Jahres liebäugeln. Kurzfristig wäre es für die Bullen wünschenswert, dass bei einer möglichen Korrektur die Marke von 1.263 Dollar nicht mehr unterschritten wird.

 

Insgesamt haben sich die Vorzeichen deutlich gebessert. Wieder einmal ist einer extrem negativen Stimmung zu Mitte des Monats eine Aufwärtsbewegung entsprungen. Die große Frage ist: Schaffen die Bären noch einmal einen Angriff auf den Goldpreis oder wiederholt sich gar eine Bewegung wie zum Jahreswechsel 2015/2016. Auch damals kam es Mitte Januar übrigens noch einmal zu einem Rücksetzer, bevor die Rallye ihren Verlauf bis in den Sommer hinein genommen hat.