Gold: 2 Charts, die Sie kennen sollten

Markus Bußler
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Gold: Die Bären starten die nächste Attacke

Der Sägezahnmarkt bei Gold entnervt einmal mehr die Anleger. Der Ausbruch über den Widerstandsbereich bei 1.360/1.375 Dollar ist erneut gescheitert, Gold legt den Rückwärtsgang ein. Die Commercials sorgen zudem an der Terminbörse für Druck. Die Netto-Shortposition ist zuletzt deutlich gewachsen.

Alles sieht derzeit danach aus, als ob Gold erneut vor einem Rücksetzer steht. Alles? Nicht ganz. Der kleine Silber Bruder macht Hoffnung. Hier haben wir zuletzt eine Anomalie an den Terminmärkten. Die Hedge-Fonds haben komplett das Handtuch geworfen, sind unterm Strich sogar short auf Silber. Und das ist antizyklisch ein sehr gutes Zeichen.

Ab und an sollten sich Anleger aber einmal zurücklehnen und das Big Picture betrachten und sich nicht vom täglichen hin und her beim Goldpreis verrückt machen lassen. Sieht man sich den Goldchart längerfristig an, dann sieht man, dass Gold mittlerweile an einer Widerstandszone angekommen ist, die bis in das Jahr 2013 zurückreicht, also fünf Jahre. Fünf Jahre ist es nicht mehr gelungen, hierüber auszubrechen. Zudem hat sich ein Dreifach-Widerstand ausgebildet, der sich als besonders hartnäckig herausstellt.

 

Vermutlich wird Gold noch einmal zurücksetzen müssen. Um die COT-Daten zu bereinigen und das Misstrauen gegen das gelbe Metall wieder zu schüren. Anschließend sollte der Weg aber frei sein und ein Ausbruch über den Widerstandsbereich sollte gelingen. Und Gold hätte dann die Chance, in Richtung 1.450 Dollar zu laufen.