Glücklicher Zufall: Polizisten retten Baby vor dem Ersticken

Durch einen glücklichen Zufall entdeckten zwei Polizeibeamte ein Auto, das mitten auf einer befahrenen Straße anhielt – dies rettete einem Kleinkind das Leben. (Bild: iStock/Getty Images Plus)

Zwei Polizisten im US-amerikanischen Bundesstaat Ohio retteten ein zwei Monate altes Baby mit der Klopfmethode vor dem Erstickungstod. Durch einen Zufall wurden die Polizisten Ryan Sidders und Alex Oklander zu den Lebensrettern der kleinen Tyra. Die beiden fuhren gerade auf dem Chagrin Boulevard in Shaker Heights, als sie das Auto der Mutter des Kindes, Tamica Pruitte, sahen. Das berichtet unter anderem der Nachrichtensender „WKYC“.

Im Gespräch mit dem Nachrichtensender „Fox 8“ erläutert Sidders: „Wir sahen eine Frau panisch aus ihrem Auto aussteigen und zur Hintertür rennen“. „Dem Baby schien Milch aus Mund und Nase zu kommen. Dann haben wir die Rückenschläge durchgeführt“, schildert Oklander die dramatische Situation, als die beiden das Kind sahen.
Auf Facebook veröffentlichte das Shaker Heights Police Department ein Video von der Rettungsaktion. „Officer Oklander hätte nicht gedacht, dass sein Anhalten, um einer Fahrerin zu helfen, eine Lebensrettungsaktion mit sich bringen würde. Er und Officer Sidders fanden schnell heraus, dass Tamica Pruittes’ zwei Monate altes Kind Tyra erstickte und nicht atmete.“

Im Video sieht man, wie einer der Polizisten das Baby mit Kopf nach unten auf seinem Arm hält. Sein Kollege gibt die Anweisung „Im 45-Grad-Winkel“, anschließend klopft der Polizist dem Baby mehrmals auf den Rücken. Kurze Zeit später dann die Entwarnung: „Ich kann einen Atemfluss hören“. Das Rückenklopfen ist die einfachste und effektivste Methode, bei Babys Fremdkörper aus der Luftröhre zu entfernen. Man schlägt dabei mit der Handinnenseite mehrmals kräftig auf die Mitte des Rücken des Babys.
„Ich habe selbst Kinder und musste das tatsächlich auch mit meinen eigenen einmal so machen“, so Oklander gegenüber „WKYC“. Sein Kollege zeigte sich erleichtert über den glücklichen Zufall: „Wir hätten auch durch Zufall einem anderen Polizisten in einem anderen Stadtteil helfen müssen. Wir wären vielleicht zwei, drei Minuten später dagewesen, und wenn jemand nicht atmet, entscheiden zwei oder drei Minuten über Leben und Tod“, so Sidders.

„Ich danke Gott für sie, weil ohne die beiden hätte ich wohl weiter eine Wiederbelebung versucht“, so die Mutter des Kindes. Sie sei gefahren, als sie das Ersticken ihres Kindes auf dem Rücksitz bemerkte. Deswegen habe sie in der Mitte der Straße angehalten. Laut Oklander habe die Mutter panisch gewirkt und nicht gewusst, was sie tun soll.

„Das war Gott, der auf mich aufgepasst hat“, meint Tamica Pruittes. „Ich habe zugesehen und mir gedacht: ‚Wow, sie haben mir da wirklich rausgeholfen’“. Die kleine Tyra ist eine Frühgeburt mit Lungenproblemen, die ein Erstickungsrisiko mit sich bringen, erzählt Pruittes weiter. „Wenn du ein Elternteil bist und dein Baby erstickt, denkst du an nichts anderes als an das Leben deines Kindes“.