Glock will Kubica als Teamkollegen: "Sehr gute Rundenzeiten"

Sven Haidinger

Wird Robert Kubica nach dem Young-Driver-Test für BMW auch tatsächlich DTM-Pilot? Das wünschen sich zumindest seine potenziellen Teamkollegen. "Absolut", sagt Timo Glock gegenüber 'ran.de'. "Es würde mich freuen, wenn er als sechster Fahrer bei BMW bekanntgegeben würde."

Der Odenwälder fuhr schon zu Formel-1-Zeiten gegen Kubica - und hat auch die zwei Testtage des Polen in Jerez Mitte Dezember verfolgt. Sein Fazit? "Er hat in meinen Augen einen sehr guten Job gemacht. Er ist das erste Mal in diesem Auto gesessen. Mit dem Handicap, das er hat, hat er wirklich sehr gute Rundenzeiten gefahren", sagt Glock.

Er ist sicher, dass die DTM für Kubica, der Ende Dezember bei Alfa Romeo als Ersatzfahrer unterschrieben hat und nun ein Parallelprogramm in Erwägung zieht, eine attraktive Rennserie ist: "Er hat definitiv ein Auge drauf, das haben wir schon vor ein paar Jahren gesehen, als er für Mercedes getestet hat - und jetzt eben für uns."

Kubica für Eng "auch als Mensch eine Bereicherung"

Schon 2013 beeindruckte Kubica im Mercedes-DTM-Boliden in Valencia mit starken Rundenzeiten, die er zuletzt auch im BMW unter Beweis stellte. Glocks Teamkollege Philipp Eng findet aber, dass Kubica nicht nur hinterm Lenkrad die DTM aufwerten würde.

Die BMW-Piloten Glock und Eng wünschen sich Kubica als Neuzugang

Die BMW-Piloten Glock und Eng wünschen sich Kubica als Neuzugang BMW

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"Er polarisiert gerne und wäre nicht nur als Fahrer, sondern auch als Mensch eine Bereicherung für die DTM", sagt der Österreicher im Gespräch mit 'Motorsport.com'. "Ich kenne ihn nur von meinem Formel-1-Test in Mexiko", verweist Eng auf das Jahr 2008, als er als Belohnung für den Sieg beim Formel-BMW-Weltfinale Kubicas damaligen BMW-Sauber-Boliden ausprobieren durfte. "Es wäre also sicher cool, gegen ihn Rennen zu fahren."

Wittmann würdigt Kubica: "Lässt sich nicht unterkriegen"

Auch BMW-Aushängeschild Marco Wittmann könnte sich Kubica sehr gut in der DTM vorstellen. "Das wäre definitiv ein guter Schritt."

Was er so schätzt am Polen? "Ich glaube, man muss ihm für seine bisherigen Leistungen vollsten Respekt zollen, dass er sich nach seinem Rallyeunfall so zurückgekämpft hat und trotz seines Handicaps wieder im Formel-1-Auto sitzt", verweist Wittmann auf Kubicas Rallyeunfall im Jahr 2011, bei dem er sich schwere Verletzungen an der linken Hand und am linken Arm zugezogen hatte.

Wittmann vergleicht Kubica im Gespräch mit 'Motorsport.com' mit seinem Idol Alex Zanardi: "Das sind Leute, die sich einfach nicht unterkriegen lassen. Das ist für mich schon viel mehr wert als eine Einzelleistung in einem Rennen. Ich würde es ihm wünschen, dass er den Sprung in die DTM schafft."

Mit Bildmaterial von BMW.