Glock fordert: Bei Mazepin durchgreifen!

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Seit Nikita Mazepin in der Formel 1 fährt, hat er schon häufig Kritik auf sich gezogen.

Besonders zwischen dem jungen Russen und seinem Haas-Teamkollegen Mick Schumacher kam es immer wieder zu Problemen. Mehrmals gerieten beide auf der Rennstrecke aneinander, beim Monza-GP verschuldete der Russe zuletzt einen Dreher des Deutschen. Zuvor kam es beim Rennen in Zandvoort sogar fast zum Crash. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)

Ex-Formel-1-Pilot und DTM-Fahrer Timo Glock fordert nun ein härteres Durchgreifen des Automobil-Weltverbands FIA, bevor schlimmere Dinge passieren.

Formel 1: Glock kritisiert Mazepin

„Die Problematik ist: Man greift immer erst dann durch, wenn es zu spät ist. Das kommt immer erst dann, wenn einer hinten drauffährt und dann abfliegt. Wenn das in Zandvoort im falschen Moment passiert, fliegt Mick in die Boxengasse rein - aufsteigend. Da würde ich zeitnah durchgreifen. Antanzen, und wenn er es nicht versteht, Rennsperre“, sagte Glock bei SPEEDWEEK.com.

Und weiter: „Es kommen bei ihm viele Dinge zusammen, da kommt es einem so vor, als sei er überfordert. Blaue Flaggen, Situationen lesen - viele Dinge, die er falsch einschätzt. Die Fehlerquote spricht für sich.“ (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Auch für Schumacher hat der 39-Jährige einen Rat: Er solle sich weiterhin nicht aus der Reserve locken lassen, um zu vermeiden, „dass die Sicherung mal durchbrennt im falschen Moment“.

Schumacher bekommt Lob von Glock

Der Sohn von Formel-1-Legende Michael Schumacher sei immer sehr kontrolliert, „er geht damit sehr abgeklärt um. Ich hoffe, dass er innerhalb des Teams seine Position auch klarmacht.“

Mit einer Revanche-Aktion könne sich Schumacher hingegen nur selbst schaden, machte Glock deutlich: „Die Wahrscheinlichkeit, dass es schiefgeht, ist höher, als dass es etwas bringt.“ (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)

Zu Schumachers Debüt-Saison meint Glock generell: „Es ist eines seiner besten ersten Jahre, weil er ganz wenige Fehler macht. Fahrfehler passieren, wenn man ans Limit geht. Er kann die Rennen sehr gut lesen, er weiß, wie er mit den Reifen umzugehen hat. Er hat eine klare Sprache mit seinem Renningenieur. Es ist ein gelungener Einstand.“

Glock: Voraussetzungen für Schumacher bei Haas schlechter

Seine Voraussetzungen bei Haas seien zwar finanziell und strukturell schlechter als bei anderen Mittelfeld-Teams. „Aber eine gewisse Stabilität ist gut, er muss sich nicht auf neue Prozesse einlassen.“ (DATEN: Die Teamwertung der Formel 1)

Um langfristig eine Chance auf ein Ferrari-Cockpit zu haben, müsse es Schumacher schaffen, so wenig wie möglich Angriffsfläche zu bieten, so Glock weiter.

„20 Mal den Kollegen bügeln, immer vor ihm ankommen und dann schauen, was passiert. Er müsste es so machen wie George Russell. Da sein, wenn es darauf ankommt, wenn die Möglichkeiten da sind, liefern und wenig Spielraum lassen für Kritik.“

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