Gletscher verschwinden im Kaukasus: Ist es schon zu spät?

Diese Berge werden nie mehr so aussehen. In den vergangenen 20 Jahren haben die Gletscher im Kaukasusgebirge 320 Quadratkilometer Eis verloren. Kleinere Gletscher sind ganz verschwunden.

Nicht nur Gletscherexperten haben es bemerkt, auch die Bergsteiger sehen es hautnah. Archil Badriashvili liebt seine Berge im Kaukasus. Er sagt: "Selbstverständlich bemerken wir die Veränderungen, auch die Jahreszeiten sind nicht mehr so wie sie waren. Monate, in denen es sicher war auf die Berge zu steigen, sind es nicht mehr. Die Lawinen- und Steinschlaggefahr hat zugenommen. Ich habe selbst schmelzende Gletscher gesehen, ein Beispiel, der Gergetigletscher war früher riesig, jetzt sieht er elend aus. Es zerreißt mir das Herz. Die Zukunft sieht düster aus.

Der Klimawandel soll eine Rolle beim Gletscherabbruch auf der Marmolata in den Dolomiten am dritten Juli gespielt haben, bei dem 11 Menschen starben. Es herrschten ungewöhnlich hohe Temperaturen.

Der Vorfall wirft die Frage auf, ob sich eine solche Tragödie wiederholen könnte. Laut dem Glaziologen Levan Tielidze, Autor mehrerer Studien, schrumpfen die Gletscher im Kaukasus auf allen Ebenen.

Die Zahl der Gletscherseen nehme zu, was ebenfalls Probleme verursache.

Tielidze sagt: "Diese Gletscher sind jedes Jahr um mehr als 1 Prozent geschrumpft, was bedeutet, dass einige Gletscher in ein paar Jahrzehnten verschwinden werden und nicht in 100 Jahren, wie früher angenommen wurde. Gletscher sind wichtig für die Umwelt, sie bilden Süßwasserreserven und speisen Flüsse. Wenn Gletscher schmelzen, können Berghänge instabil werden und Lawinen ausgelöst werden."

Normalerweise sprechen nur Wissenschaftler über die möglichen Folgen des Klimawandels, aber die Tragödie, die sich in Italien abspielte, erschütterte Menschen auf der ganzen Welt. Ist es für die Gletscher schon zu spät?

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