Gladun kritisiert Gaststartrecht für ukrainischen Meister

Gladun kritisiert Gaststartrecht für ukrainischen Meister
Gladun kritisiert Gaststartrecht für ukrainischen Meister

Sascha Gladun, früherer Bundesliga-Profi und jetziger Generalsekretär des ukrainischen Handballverbandes, hat das Gaststartrecht für den ukrainischen Meister FK Motor Saporoschje in der 2. Bundesliga kritisiert.

„Was mich ein bisschen überrascht, ist die Tatsache, dass wir noch keinerlei schriftliche Bestätigungen haben“, sagte Gladun dem Sport-Informations-Dienst (SID) am Donnerstag: „Ich habe noch kein Dokument gesehen, nicht über die Absicht des Klubs. Nicht über irgendwelche Sitzungen. Und auch noch keinerlei schriftliche Nachweise von der Handball-Bundesliga. Das überrascht mich ein bisschen. Die Sache ist richtig kompliziert.“

Grundsätzlich gebe es zwei Seiten, die man bei dem Thema beachten müsse. Sportlich, sozial und menschlich sei „es natürlich eine riesige Geschichte, dass Spieler und Familien in Sicherheit sind und das Team in der stärksten 2. Liga der Welt spielen darf“, sagte Gladun. Doch wenn man grünes Licht für die Wiederaufnahme der ukrainischen Liga bekomme, „dann starten wir auch. Und dann ist die Frage: Was ist mit Saporoschje?“

Der Präsident des ukrainischen Verbandes, Andrij Melnik, sei laut Gladun, ständig mit dem ukrainischen Sportministerium und mit dem Nationalen Olympischen Komitee in Kontakt. „Wir warten auf Anweisungen von der ukrainischen Staatsführung bezüglich der ukrainischen Meisterschaft“, sagte Gladun. Noch sei die kommende Saison völlig unklar.

Der Plan der Handball-Bundesliga (HBL) sieht unterdessen vor, dass das ukrainische Spitzenteam in der kommenden Saison als 20. Mannschaft - allerdings außerhalb der sportlichen Wertung - am Spielbetrieb der 2. Liga teilnimmt. Die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt sorgt für die Unterbringung des Teams und der Familien. Seine Heimspiele wird Saporoschje, das sich durch die Spiele die nötige Spielpraxis für die Champions League holt, im über 3000 Zuschauer fassenden Castello in Düsseldorf absolvieren.

Gladun kam über Bob Hanning, den damaligen Trainer der SG Solingen, 1996 nach Deutschland. Inzwischen lebt er mit seiner Familie in Oberammergau bei München und arbeitet als Realschullehrer. Gladun engagierte sich zuletzt auch stark im Transport von Geflüchteten, als Übersetzer und in der Organisation von Spenden.

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