Gladbach kann's noch und beendet Torfluch

Gladbach beendet den Torfluch und siegt in Hannover

Borussia Mönchengladbach hat seine Talfahrt in der Bundesliga dank Weltmeister Christoph Kramer gestoppt.

Die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking siegte bei Hannover 96  mit 1:0 (0:0) und feierte den ersten Dreier nach zuletzt vier Niederlagen hintereinander ohne eigenen Torerfolg (Das Spiel im TICKER zum Nachlesen).

18 Minuten vor dem Ende traf Kramer mit einem wunderschönen Volleyschuss in den linken Torwinkel und beendete damit den Gladbacher Torfluch. Die Borussia hatte zuvor 431 Minuten lang nicht getroffen.

"Das Tor war schön, aber der Sieg umso wichtiger", so Kramer nach dem wichtigen Dreier bei Sky. Jannick Vestergaard stimmte ihm zu und fügte an: "Wichtig war, dass wir uns bewiesen haben, dass wir es noch können."

Für Aufsteiger Hannover war es die erste Niederlage nach zuvor drei Spielen ohne Niederlage. Das Team von Coach Andre Breitenreiter liegt mit 32 Punkten weiter im gesicherten Mittelfeld der Tabelle. (Bundesliga-Tabelle)

"Ich erwarte, dass 96 so stark auftritt wie schon in der gesamten Saison. Wir werden in Hannover nichts geschenkt bekommen", hatte Hecking vor der Partie gesagt.


Starker Start der Borussen

Stark spielte zunächst aber vor allem die Borussia, die zuvor fünf Auswärtsspiele hintereinander verloren hatte. Während Hannover auf Konter lauerte, knüpften die Fohlen in einem munteren Spiel genau da an, wo sie in der vergangenen Woche beim unglücklichen 0:1 gegen Borussia Dortmund aufgehört hatten.

Das Hecking-Team presste früh, kombinierte sich immer wieder gefällig durch die gegnerische Defensive - doch vergaß dabei das Toreschießen.

Die Highlights des Spiel am Sonntag ab 9.30 Uhr bei Bundesliga Pur im Free-TV auf SPORT1 und im TV-Livestream 

Schon nach sechs Minuten hätten die Gäste in Führung gehen müssen. Der quirlige Thorgan Hazard lief nach einem Abwehrschnitzer der Roten plötzlich allein auf 96-Keeper Philipp Tschauner zu. Doch anstatt selbst abzuschließen, legte er quer auf den langjährigen Hannoveraner Lars Stindl, dessen Schuss von Waldemar Anton in höchster Not noch geblockt wurde.

Eine Viertelstunde das gleiche Spiel - nur umgekehrt: Diesmal bediente Stindl Hazard mustergültig im Strafraum, doch Hannovers Salif Sane warf sich dazwischen. In der 36. Minute setzte Stindl Nico Elvedi perfekt in Szene, doch auch der völlig freistehende Verteidiger versuchte es mit einem Zuspiel statt zu schießen. (Ergebnisse/Spielplan)

Kramer beendet Gladbachs Torfluch


Und Hannover? Ließ es vor 43.000 Zuschauern zunächst betont ruhig angehen. Die erste echte Torchance hatten die Niedersachsen in Person von Ihlas Bebou kurz nach der Pause (52.). Nach einer Flanke von Matthias Ostrzolek köpfte Bebou aus fünf Metern völlig frei über das Tor.

"Wir haben in der ersten Hälfte keinen Zugriff bekommen und schwer ins Spiel gefunden", so ein kritischer Ostrzolek nach der Pleite. "Im zweiten Abschnitt war es besser, aber letztlich schmerzt die Niederlage sehr."

Fortan lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch - mit den größeren Chancen weiterhin für die Borussia. Erst traf Jonas Hofmann nach erneuter Vorarbeit des starken Stindl die Latte des 96-Tores, Dann scheiterte Kramer nach einem starken Solo an Tschauner (65.), bevor er sieben Minuten später doch noch zur hochverdienten Führung traf.

Die größte Möglichkeit zum Ausgleich vergab Julian Korb, dessen Schlenzer Borussen-Keeper Yann Sommer mit den Fingerspitzen über den Kasten lenkte (78.).