Girokonto: Einfach wechseln und sparen

Sandra Alter
Freiberufliche Journalistin
(Bild: gettyimages)

Gestiegene Preise für die Kontoführung – viele Banken langen kräftig zu. Kunden müssen das nicht einfach hinnehmen, denn es gibt noch genügend günstige oder gar kostenlose Alternativen. Wann sich der Wechsel lohnt und wie einfach der ist, erklärt Finanztest.

Hier Kontoführungsgebühren, dort Kosten für die Giro- und die Kreditkarte. Wenn es darum geht, Gebühren für Service-Leistungen beim Girokonto zu erheben, zögern viele Banken nicht, den Kunden tief in die Tasche zu greifen.

Ein Konto mit Einzelpreisabrechnung könne da schon mal mit 250 Euro im Jahr zu Buche schlagen, wie Finanztest in seiner aktuellen Ausgabe berichtet. Kunden, die solche Beträge auf Ihren Abrechnungen finden, sollten über einen Wechsel nachdenken, rät das Verbrauchermagazin.

„Als Richtwert gilt: Wenn die Kontoführung mit allen Buchungen und der Girocard im Vierteljahr wesentlich teurer ist als 15 Euro – beziehungsweise 60 Euro im Jahr -, sollten Sie wechseln“, so die Experten. Dabei sei es oft noch nicht einmal notwendig, nach einer neuen Bank Ausschau zu halten. Denn viele Banken bieten verschiedene Kontomodelle an, deshalb könne es sich  lohnen, bei der Hausbank nach einer günstigeren Alternative zu fragen.

Bank muss beim Wechsel unterstützen

Gibt es bei der Hausbank kein günstigeres Konto, brauchen Kunden keine Angst vor dem Wechsel zu haben. Denn der ist einfacher, als mancher denkt. Seit September 2016 sind Banken nämlich verpflichtet, ihre Kunden bei einem Wechsel zu unterstützen. Das mühselige Zusammensuchen von Lastschriften, Daueraufträgen oder Benachrichtigen von Zahlungspartner müssen Kunden nicht mehr selbst erledigen. Das übernimmt auf Wunsch die neue Bank oder der Kunde entscheidet sich für den digitalen Kontowechsel und kann zu Hause am Computer selbst anklicken, wer benachrichtigt werden soll.

Bei der Wahl der neuen Bank sollten sich Kunden nicht von Wechselprämien locken lassen, sondern vielmehr darauf achten, welche Erwartungen sie an die neue Bank stellen, rät Finanztest. Wichtig sei es, sich zu fragen, wie viel sich mit einem Wechsel sparen lasse, ob Bedingungen erfüllt werden müssen und ob man eine Filiale brauche.

Bei diesen Banken gibt es bundesweit Gratiskonten

Wer sich für eine Bank entscheidet, die das Konto online führt, kann bei einem Wechsel am meisten sparen. Bundesweite Gratiskonten bieten beispielsweise die Comdirect Bank, ING-Diba und die Norisbank. Bei diesen Instituten fallen keine Gebühren an, die Girocard, eine Kreditkarte sowie alle Onlinebuchungen sind inklusive und es ist möglich, mit der Girocard an Automaten kostenlos Geld abzuheben. Einzige Bedingung: Es muss monatlich ein Gehalt oder eine Rente eingehen. Gleiches gilt für die Santander Bank sowie die Santander Consumer Bank, die darüber hinaus auch in Filialen für ihre Kunden erreichbar sind.

Den vollständigen Bericht von Finanztest zum Thema „Girokonto“ finden Sie hier (kostenpflichtig).

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