Giro-Radrennfahrer nehmen in Israel Rücksicht auf Sabbat-Vorschriften

Giro-Fahrer trainieren in Israel

Das traditionsreiche Radrennen Giro d'Italia startet am Freitag erstmals in Israel - und nimmt dabei Rücksicht auf religiöse Vorschriften des Gastlandes: Mit den Veranstaltern sei vereinbart worden, dass beim Tourstart "der Sabbat nicht verletzt wird", sagte der Minister für Jerusalem-Angelegenheiten, Seev Elkin, am Donnerstag im Rundfunk.

Der Startschuss soll am Freitag deswegen bereits um 14.00 Uhr Ortszeit (13.00 Uhr MESZ) fallen. Damit dürften die Radler ihre Etappe absolviert haben, ehe mit dem Sonnenuntergang der Sabbat beginnt.

An dem wöchentlichen Feiertag sind Juden zum Verzicht auf Arbeit aufgerufen, der Tag soll der Ruhe und der religiösen Erbauung dienen. Orthodoxe Juden zählen auch das Radfahren unter das Betätigungsverbot. Öffentliche Veranstaltungen am Sabbat wie etwa Fußballspiele sorgen in Israel immer wieder für Streit zwischen orthodoxen und säkularen Juden.

Der Giro D'Italia startet am Freitag erstmals außerhalb Europas. Minister Elkin hob besonders die wirtschaftlichen Impulse für Jerusalem hervor: Zehntausende zusätzliche Touristen seien in der Stadt, die Hotels seien ausgebucht, die Gäste würden an die zwölf Millionen Euro in der Stadt lassen.