Giro: Ecuadorianer triumphiert bei Regenschlacht

Richard Carapaz fährt für das Team Movistar

Der ecuadorianische Radprofi Richard Carapaz vom Team Movistar hat die zweite Bergankunft des 101. Giro d'Italia gewonnen, der Brite Simon Yates (Mitchelton-Scott) das Rosa Trikot des Gesamtführenden erfolgreich verteidigt.

Der 24 Jahre alte Carapaz setzte sich bei strömendem Regen nach 209 km auf 1260 m Höhe am Kloster von Montevergine mit sieben Sekunden Vorsprung auf eine große Gruppe mit allen Favoriten durch.

Hinter Carapaz, der im Weißem Trikot des besten Jungprofis fährt, kam der Italiener Davide Formolo vom deutschen Team Bora-hansgrohe auf Platz zwei, Dritter wurde der Franzose Thibaut Pinot (Groupama-FDJ). Der deutsche Hoffnungsträger Maximilian Schachmann (Berlin/Quick-Step Floors) kam zeitgleich als starker Zwölfter ins Ziel.

Der Schlussanstieg der achten Etappe war weitaus leichter als die Kletterpartie am Ätna am Donnerstag, auf der Yates die Gesamtführung übernommen hatte. Keiner der Favoriten um Titelverteidiger Tom Dumoulin (Niederlande/Sunweb) und den viermaligen Tour-Sieger Christopher Froome (Großbritannien/Sky), der kurz vor dem Ziel aufgrund eines Defekts weitgehend folgenlos stürzte, wagte sich aus der Defensive.

In der Gesamtwertung führt Yates mit 16 Sekunden Vorsprung auf Dumoulin, Froome (+1:10 Minuten) rutschte hinter Carapaz von Platz acht auf neun ab. Schachmann bleibt auf dem 19. Rang (+2:02). 

Ein echter Gradmesser wartet am Sonntag mit der neunten Etappe, die nach 229 km auf dem Grand Sasso in 2135 m Höhe endet. Vor dem 26 km langen Schlussanstieg wartet ein weiterer Berg der ersten Kategorie.