Gipfeltreffen: Kim Jong Un reist erstmals nach Südkorea

Südkorea bereitet sich auf den Friedensgipfel vor, wo sie am Freitag werden das erste Mal direkt miteinander reden werden: Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un und Südkoreas Präsident Moon Jae In.

Sie werden sich im Friedenshaus im Grenzort Panmunjon treffen. Zunächst zu Gesprächen in kleiner Runde, bevor sie auf die Delegationen ausgeweitet werden.

Bei ihren Gesprächen soll es vor allem um atomare Abrüstung und eine langfristige Friedenslösung gehen. Wie der Vorsitzende des Vorbereitungskomitees, Im Jong Seok, berichtete, ist noch unklar, mit welcher Art von Vereinbarung das Treffen enden wird. Bei der Entnuklearisierung sei es schwer vorherzusagen, auf welcher Ebene eine Einigung erreicht werden könne.

Fortschritte im Atomkonflikt zwischen Kim und Moon wären auch eine gute Grundlage für das Ende Mai oder Anfang Juni geplante Treffen zwischen Nordkoreas Machthaber und US-Präsident Donald Trump.

Bei dem Gipfel wird Kim als erster nordkoreanischer Staatschef seit dem Ende des Korea-Krieges 1950-53 die Grenze überqueren und sogar mit militärischen Ehren begrüßt werden.

Es ist nach 2000 und 2007 in Pjöngjang noch unter Kims Vater Kim Jong-il der dritte innerkoreanische Gipfel, aber der erste in Südkorea.

Und es ist der erste Gipfel seit der Eskalation des Atomkonfliktes. Der Streit über Nordkorea Atomprogramm hatten sich 2017 deutlich verschärft, nachdem das Land mehrfach Raketen und seine bisher größte Atombombe getestet und damit wiederholt gegen UN-Resolutionen verstoßen hatte.

Seit Jahresanfang verfolgt Kim jedoch überraschend eine Annäherungspolitik zu Südkorea und kündigte am vergangenen Freitag sogar überraschend eine Einstellung seiner Atom- und Raketentests an.