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Giorgia Meloni und Papst wollen mehr Babys in Italien

Es kommt nicht oft vor, dass der Papst neben der italienischen Regierungschefin Giorgia Meloni sitzt, noch dazu auf derselben Bühne. Es ging um Maßnahmen zur Erhöhung der Geburtenrate in Italien.

Anlass war ein zweitägiges Treffen, bei dem Experten und politische Entscheidungsträger zusammenkamen.

Italien hat eine der niedrigsten Geburtenraten in der EU und das Land altert viel schneller als andere europäische Länder.

Gigi De Palo, Leiter der Stiftung für Geburtenrate: "Wenn es darum geht, über dieses Thema zu diskutieren, sollte es keine politische Mehrheit und keine Opposition geben. Es ist ein allgemeiner Aufruf von Banken an Unternehmen und wiederum vom Show-Business an die Medien, dass sich alle politischen Kräfte an der Diskussion beteiligen sollten, denn Regierungen ändern sich, aber das Problem bleibt bestehen. Unser Ziel ist es, eine nationale Debatte darüber zu schaffen, bei der jeder seinen Beitrag leisten kann.“

Die Zahlen sind nicht ermutigend. Im Jahr 2022 fielen die Geburten auf einen neuen historischen Tiefststand von unter 400.000, wobei im Land auf sieben Geburten mehr als 12 Todesfälle kommen.

Melonis Regierung gründete das Ministerium für Familien und Geburtenrate. Die Senkung der Umsatzsteuer auf Babypflegeprodukte und die Erhöhung des Kindergeldes sind einige der Vorschläge, die das neue Kabinett in seinen Haushalt 2023 aufgenommen hat.

Um den Trend umzukehren, sei das Ziel, bis Ende 2033 jedes Jahr 500.000 Neugeborene zu erreichen, sagen Experten.

Francesco Lollobrigida, Landwirtschaftsminister: "Wir hatten die Gelegenheit, die Angelegenheit gemeinsam mit allen zu besprechen. Alle politischen Parteien waren an den Diskussionen beteiligt. Sie alle haben sich verpflichtet, bestmöglich zusammenzuarbeiten, und darüber sind wir froh. Seit dem Amtsantritt unserer Regierung vor sechs Monaten haben wir so viel wie möglich getan, um mehr Sozialpolitik voranzutreiben, um die Geburtenrate des Landes zu erhöhen, und wir haben mehr Mittel dafür bereitgestellt. Dies war schon immer die Priorität der Fratelli d Italia.“

Eine schrumpfende Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter, - das bedeutet, dass es schwierig sein wird, Arbeitskräfte zu finden, somit gibt es Probleme beim Renten- und Gesundheitssystem. Das ist eine der Folgen der demografischen Krise in Italien. In ihren Reden betonten sowohl Giorgia Meloni als auch Papst Franziskus, dass Krisen notwendig seien, um Herausforderungen in Chancen umzuwandeln.