Mediendeal in der Türkei: Der letzte echte Widerstand gegen Erdogan ist Geschichte

Susanne Klaiber

Das größte Medienunternehmen der Türkei soll verkauft werden und an einen Geschäftsmann gehen, der hinter Präsident Recep Tayyip Erdogan steht. Für die letzten Reste der Demokratie im Land ist das fatal. 

Die Medienkrise in der Türkei auf den Punkt gebracht.

Wie sich die Medienlandschaft in der Türkei ändert:

Dogan-Gründer Aydin Dogan gilt als Kritiker des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan

► Die Dogan-Mediengruppe ist die größte der Türkei. Zu ihr gehören die wichtige Nachrichtenagentur Dogan News Agency und führende Zeitungen des Landes, wie etwa die “Hürriyet”, sowie Fernseh- und Rundfunkstationen wie der CNN-Ableger CNN Turk. Der Konzern wird von Arzuhan Dogan Yalcindag geführt, der Tochter des inzwischen mehr als 80 Jahre alten Gründers Aydin Dogan. 

Auch deutsche Unternehmen sind an der Gruppe beteiligt. Axel Springer hält sieben Prozent an der TV-Holding und wird sich laut einer Sprecherin “komplett zurückziehen”, wie die “Süddeutsche Zeitung” berichtet. Ex-Bild-Chef Kai Diekmann sitzt im Aufsichtsrat der “Hürriyet” und werde sich überlegen, was er nun mache.

Burda – zu dessen Tochterfirma Burda Forward auch die HuffPost Deutschland gehört – betreibt mit Dogan den Zeitschriften-Verlag Dogan Burda. Burda kommentiert Fragen zur Zukunft des Joint Ventures derzeit nicht.

Die Dogan-Mediengruppe galt bislang als verhältnismäßig liberal und hatte sich gegen Angriffe auf die Pressefreiheit von Seiten der türkischen Regierung gewehrt. 

Die

► Die Dogan-Gruppe teilte am Donnerstag mit, dass sie nun für rund 1,1 Milliarden US-Dollar (890 Millionen Euro) an den Konzern Demirören geht. Zu Demirören...

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