Giftige Fracht: Belastete Eier auch nach Dänemark geliefert

Rund 20 Tonnen mit dem Insektizid Fipronil belastete Eier sind nach Dänemark geliefert worden. Das hat die dänische Behörde für Lebensmittelsicherheit am Donnerstagabend mitgeteilt. Eine dänische Firma habe die gepellten und gekochten Eier von einem belgischen Händler bezogen – produziert wurden die Eier den Angaben zufolge aber in den Niederlanden.

“Das ist ein großer Fall. Unsere Analysen zeigen, dass die Menge des Fipronils in den Eiern die zulässige Menge überschreitet. Aber es bestehen keine akuten Gesundheitsrisiken. Die Importeure haben uns einen Berich vorgelegt und warnen nun ihre Kunden, die Eier nicht weiter zu verkaufen oder zu konsumieren”, so Nicolas Hove von der zuständigen Lebensmittelüberwachung in Dänemark.

Für den Verkauf in der EU sei die Belastung aber zu hoch, hieß es weiter. Die Ermittlungen in den Niederlanden und Belgien laufen, so die Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaften.

“Es gab jetzt Hausdurchsuchungen an acht verschiedenen Örtlichkeiten in den Niederlanden. Autos und Gebäude wurden beschlagnahmt, und auch ein Bankkonto.” Zwei geschäftsführende Direktoren seien festgenommen worden, so Frans de Neree tot Babberich von der zuständigen Staatsanwaltschaft in den Niederlanden.

Seine belgische Kollegin Sylvie van Baden berichtet von Durchsuchungen in Belgien: “Bei uns wurden elf Durchsuchungen durchgeführt. Dabei wurden belastende Beweismittel sichergestellt.”

In Belgien durchsuchten Beamte unter anderem ein Lagerhaus und ein Fachgeschäft für Tierbedarf. Das Insektengift Fipronil dürfte über Futtermittel in die Eier gelangt sein.