Giffey sieht Eltern in Corona-Krise durch Lohnfortzahlungen vorerst entlastet

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) sieht Eltern, die wegen der Kinderbetreuung in der Corona-Krise nicht arbeiten können, durch die geplante Lohnfortzahlung durch den Staat vorerst entlastet. "Ich bin sehr froh, dass heute im Kabinett ein Beschluss gefasst werden wird - wir haben einen familienpolitischen Erfolg errungen", sagte Giffey am Mittwoch im ZDF-"Morgenmagazin". "Die Lohnfortzahlungen werden weitergehen bis zu 20 Wochen."

Zuvor war eine Beschlussvorlage für die Sitzung des Bundeskabinetts am Mittwoch bekannt geworden, die vorsieht, dass die Maximaldauer für die Lohnfortzahlung an Eltern im Allgemeinen von den derzeit sechs auf zehn Wochen ausgedehnt werden soll. Für Alleinerziehende soll der Entschädigungsanspruch bei Schließung oder Notbetrieb von Kitas und Schulen auf bis zu 20 Wochen verlängert werden.

Zur schrittweisen Öffnung der Kitas sagte Giffey, diese hänge immer von den Umständen vor Ort ab. Da derzeit noch nicht alle Kinder zurück in die Kitas könnten, gebe es für von Arbeitsausfall betroffene Eltern durch die Lohnfortzahlungen nun eine Entlastung.

Zur Frage der Ansteckungsgefahr, die in der Pandemie von Kindern ausgehe, sagte die Ministerin, hier seien weitere Erkenntnisse notwendig. Die Datenlage sei bisher vage. Das Ansteckungsrisiko zu kennen, sei aber wichtig, um eine hundertprozentige Rückkehr zum Regelbetrieb zu ermöglichen. Sie verwies auf mehrere dazu laufende Studien.