Giffey fordert finanzielle Unterstützung für Frauen in Corona-Krise

Giffey fordert finanzielle Unterstützung für Frauen in Corona-Krise

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat sich dafür ausgesprochen, dass mögliche Konjunkturhilfen in der Corona-Krise vor allem Frauen zugute kommen. Jetzt gehe es darum, "dass wir den Familien helfen" und "auch darum, dass wir einen starken Impuls für die Konjunktur setzen", sagte Giffey den ARD-"Tagesthemen" am Montag. "Und da dürfen wir die Familien nicht vergessen. Wenn wir Konjunkturprogramme auflegen, dann müssen wir sie so gestalten, dass gerade auch die Frauen berücksichtigt werden".

Die Regierung dürfe "nicht in traditionelle Rollenmuster zurückfallen und nicht die Programme so verteilen, dass eben eher die Männer davon profitieren", sagte die SPD-Politikerin. Vielmehr gehe es darum, "wie wir genau diejenigen, die jetzt in den Sorgeberufen aber auch in der familiären Sorgearbeit sehr, sehr viel leisten, auch bei den Konjunkturmaßnahmen unterstützen".

Giffey bekräftigte zudem ihre Forderung, die Lohnfortzahlung für Eltern, die wegen geschlossener Kitas oder Schulen nicht arbeiten können, zu verlängern. "Ich halte es für sehr wichtig, dass es hier eine Einigung gibt zwischen Bund und Ländern, dass wenn ein Kinderbetreuungsplatz nicht zur Verfügung stehen kann in der Kita, in der Grundschule oder im Hort, dass dann die Eltern zumindest eine Entschädigung bekommen," sagte die Ministerin.