Gibt Guardiola jetzt auf?

Gibt Guardiola jetzt auf?
Gibt Guardiola jetzt auf?
Gibt Guardiola jetzt auf?

Pep Guardiola hat es wieder nicht geschafft!

Nachdem er 2011 das letzte Mal mit dem FC Barcelona den Champions-League-Titel gewann, scheiterte der Katalane danach drei Mal mit dem FC Bayern und nun im sechsten Anlauf - wieder einmal - mit Manchester City vorzeitig. (STIMMEN: „Real hat uns tyrannisiert“)

Dabei sah es so gut aus: Bis kurz vor die Nachspielzeit führten die Citizens 1:0 gegen Real Madrid und standen nach dem 4:3-Sieg im Hinspiel mit einem Bein im Finale der Königsklasse. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Champions League)

Doch dann nahm das Drama seinen Lauf: In der 90. erzielte Rodrygo den Ausgleich, keine fünf Minuten später das 2:1 und es ging in die Verlängerung. ManCity stand unter Schock. Dort sorgte Karim Benzema mit seinem 15. CL-Treffer für die Entscheidung und das 3:1.

Real hatte wieder einmal im Santiago Bernabeu ein Spiel zu seinen Gunsten gedreht - durchs Stadion hallte das wohl bekannte „Remontada“, „Remontada“ - und immer wieder „Remontada“!

ManCity verschenkt Weiterkommen in sechs Minuten

Das späte Comeback der Königlichen wunderte Guardiola gar nicht. „Es ist in ihrer Geschichte schon oft passiert“, erklärte er nach dem Ausscheiden. Dadurch ist nun kein Trainer häufiger im Halbfinale dieses Wettbewerbs gescheitert als der 51-Jährige, der durch den sechsten Fehlversuch mit José Mourinho gleichzog.

Eine Statistik zeigt auch, dass Peps Teams bei acht von elf Eliminierungen in der Königsklasse je eine kurze Phase in der Partie hatten, in der es durchhing und innerhalb weniger Minuten mehrere Gegentore kassierte - und so schließlich ausschied. 2020 musste ManCity in Lissabon kurz vor Schluss einen Doppelpack von Moussa Dembelé hinnehmen und schied im Viertelfinale mit 1:3 gegen Olympique Lyon aus.

2018 reichte dem FC Liverpool eine Drangphase von 19 Minuten, um auf 3:0 zu stellen - erneutes Viertelfinal-Aus der Skyblues. Und 2014 überrollte Real die Bayern mit drei Toren in 18 Minuten und ließ Guardiolas Traum vom dritten Champions-League-Titel im Halbfinale zerplatzen.

Doch dieses Mal gab es kaum Anhaltspunkte, Pep dafür verantwortlich zu machen. „Nach dem Tor haben wir das Spiel kontrolliert“, so Guardiola. „Wir haben unser Tempo und zu unserem Spiel gefunden und die Spieler haben sich wohlgefühlt.“

Allerdings verpasste der Scheich-Klub nach Riyad Mahrez‘ Führungstor (73.) wieder einmal vorzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen, wie auch schon im Hinspiel - und ließ einige Top-Chancen liegen oder scheiterte an Real-Keeper Thibault Courtois.

Die Königlichen wollten es mehr als Peps Truppe

„Es war ja nicht so, dass sie in den letzten zehn Minuten Angriff um Angriff gestartet haben und du gelitten hast. Das ist nicht passiert“, verteidigte Guardiola seine Truppe. Real wirkte gegen Ende des Spiels gar geschlagen, doch Rodrygos Ausgleichstreffer war das oft zitierte Momentum, das die Fans sowie die Königlichen wieder hoffen und die Partie kippen ließ. (SERVICE: Die Pressestimmen zu Reals magischer Nacht gegen ManCity)

Sinnbildlich ist auch ein Foto an der Seitenlinie: Während Guardiola in seiner Coaching Zone allein steht, ist sein Gegenüber Carlo Ancelotti umringt von seinen Führungsspielern Marcelo, Toni Kroos, Luka Modrić, Karim Benzema und anderen. Der Real-Trainer holt sich den Rat ein, was sollen wir machen, wen können wir einwechseln?

Pep hingegen stand am Rand des Rasens gefühlt allein gelassen. Es schien so, dass die Galaktischen es mehr wollten als die Citizens. Auf und neben dem Platz. Kann man das dem Katalanen wirklich ankreiden?

Oder liegt es vielmehr an der fehlenden Mentalität, dem mangelnden Willen seiner Spieler? Ballon d‘Or-Kandidat Kevin De Bruyne war komplett raus aus dem Spiel, Mega-Talent Phil Foden bis auf einen Abschluss kaum in Erscheinung getreten, während bei den Königlichen alle gemeinsam für den Erfolg kämpften. Und belohnt wurden.

Gibt Guardiola auf?

Wird Guardiola nun aufhören oder gar aufgeben? Davon ist derzeit definitiv nicht auszugehen.

Zwar läuft sein Vertrag 2023 in Manchester aus, doch laut englischen Medienberichten soll er den City-Verantwortlichen bereits mündlich bis 2025 zugesagt haben. Offiziell ist es aber noch nicht.

Ist Haalands Peps fehlendes Puzzleteil?

Auch wenn ManCitys Traum vom Henkelpott zerplatzte, darf man nicht vergessen, dass die Nordengländer eine ihren besten Spielzeiten hinlegen und immer wieder mit Zauber-Fußball glänzten. Zwar gingen das Endspiel im Community Shield und das Halbfinal-Duell gegen Liverpool im FA Cup verloren, doch in der Premier League ist der vierte Meistertitel für Guardiola zum Greifen nahe.

Und nach solch einem dramatischen Königsklassen-Aus und der Final-Pleite aus der Vorsaison sollte die Motivation 2022/23 noch viel größer sein, den Henkelpott endlich nach Manchester zu bringen. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Champions League)

Dann vielleicht mit Erling Haaland? Der BVB-Stürmer steht wie kaum ein Zweiter für Mentalitätsmonster - und könnte genau der Spielertyp sein, der Pep noch fehlt. Das fehlende Puzzleteil für sein Meisterstück, seinen dritten Champions-League-Coup. (SERVICE: Passt Haaland überhaupt in Guardiolas System?)

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