Gewinn von Easyjet bricht ein

Gewinneinbruch bei Easyjet

Der britische Billigflieger Easyjet hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen herben Gewinneinbruch verzeichnet. Das Plus schrumpfte im Vergleich zum Vorjahr um 30 Prozent auf 305 Millionen Pfund (343 Millionen Euro), wie Easyjet am Dienstag mitteilte. Grund sei auch die "aggressive" Konkurrenz, erklärte die Airline. Im laufenden Geschäftsjahr bis Ende September 2018 werde Easyjet den Gewinn aber wieder steigern.

Easyjet wolle die Nummer eins oder zwei auf den wichtigsten europäischen Flughäfen werden, erklärte Unternehmenschefin Carolyn McCall, die Easyjet bis Ende November verlässt. "Unser freundlicher und effizienter Service und unser Kostenbewusstsein verschaffen uns einen strategischen Vorteil" in einer Zeit, in der andere Airlines pleite gingen oder in Schwierigkeiten seien. Sie spielte damit an auf die britische Monarch, Alitalia und Air Berlin, von der Easyjet 25 Flugzeuge sowie Start- und Landerechte übernehmen will.

Größter Konkurrent von Easyjet ist derzeit Ryanair. Aber auch andere Billigflieger wie Norwegian haben dafür gesorgt, dass Easyjet günstige Sitze anbieten muss und der Gewinn pro Sitz um fast acht Prozent zurückging. Easyjet macht zudem einen großen Teil des Umsatzes in britischen Pfund, muss den Treibstoff aber in Dollar zahlen, was wegen der Brexit-geschwächten britischen Währung zusätzlich den Gewinn drückt.

Unternehmenschefin McCall wird Chefin der britischen Sendergruppe ITV. Ihr Nachfolger ist der ehemalige TUI-Manager Johan Lundgren, der am 1. Dezember anfängt.