Gewerkschaftsnahes Institut erwartet 2022 rund 4,5 Prozent Wachstum

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DÜSSELDORF (da) - Trotz der Belastungen durch die Omikron-Variante rechnet das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung in diesem Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von 4,5 Prozent in Deutschland. Zwar werde die sich rasch ausbreitende Corona-Variante die Wirtschaftsentwicklung im Winterhalbjahr bremsen, doch werde sich die Wirtschaft ab dem 2. Quartal erholen und dann von Nachholeffekten profitieren, sagte der Wissenschaftliche Direktor des IMK, Sebastian Dullien, am Donnerstag. Auch die Lieferengpässe würden dann nachlassen.

Positive Effekte für die Konjunktur erwartet das IMK auch von der Politik der neuen Ampel-Koalition in Berlin. Mit dem Koalitionsvertrag seien wichtige Weichenstellungen für Investitionen in die klassische Infrastruktur und die digitalen Netze vorbereitet worden.

Das IMK schätzt den Investitionsbedarf in diesem Bereich für die nächsten zehn Jahre auf 600 bis 800 Milliarden Euro. Davon entfielen voraussichtlich 240 bis 320 Milliarden Euro auf die laufende Legislaturperiode. Um dies besser finanzieren zu können, plädierte Dullien dafür, die Schuldenbremse zu reformieren. Die Entscheidung, weder die Schuldenbremse zu reformieren, noch Steuern zu erhöhen, zwinge die Ampelkoalitionäre aktuell zur kreativen Suche nach einer Vielzahl kleinteiliger Lösungen zur Finanzierung von Zukunftsinvestitionen, beklagten die IMK-Fachleute.

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