Gewerkschafts-Dachverband: Trump hat Arbeitnehmerrechte geschwächt

NYON/WASHINGTON (dpa-AFX) - Der Gewerkschafts-Dachverband UNI Global Union hat US-Präsident Donald Trump eine Schwächung der Arbeitnehmerrechte vorgeworfen. "Seine Politik war in Handelsfragen furchtbar für amerikanische Arbeiter", sagte UNI-Generalsekretärin Christy Hoffmann der Deutschen Presse-Agentur. Trump habe versprochen, wieder Arbeitsplätze in den USA zu schaffen. "Das ist nie passiert. Jobs fließen weiterhin aus den Vereinigten Staaten ab", sagte Hoffmann. "Es war eine Lüge."

Die Gewerkschafterin betonte: "Donald Trumps Politik hat Arbeitnehmern Rechte weggenommen." Als Beispiel nannte sie unter anderem bezahlte Überstunden. Zudem trage Trumps "spaltendes, rassistisches Verhalten", indem er etwa Migranten als Feinde des Volkes verunglimpfe, zur Kluft in der Gesellschaft bei. Diese belaste alle Arbeitnehmer.

Die USA und China hatten Mittwoch ein erstes Handelsabkommen besiegelt. Der Handelskrieg zwischen den weltgrößten Volkswirtschaften hatte die weltweite Konjunktur belastet und das Wirtschaftswachstum in den beiden Ländern gebremst. Die von Trump erhobenen Strafzölle auf Importe aus China belasteten nach Ansicht von Experten amerikanische Verbraucher, weil etwa Preise für Konsumgüter stiegen.