Gewerkschaften drohen mit weitreichenden Streiks gegen Macrons Bahn-Reform

Bei der SNCF steht ein langer Streiks an

Französische Gewerkschaften haben massive Streiks gegen die Pläne der Regierung von Präsident Emmanuel Maron für eine Reform der Staatsbahn SNCF angekündigt. "Um die Regierung zum Einknicken zu bringen, werden wir sicherlich einen Monat streiken müssen", sagte am Montag der Chef der einflussreichen Gewerkschaft CGT, Laurent Brun, der Zeitung "Le Parisien".

Brun prognostizierte "eine der größten Sozialbewegungen" in der Geschichte der SNCF. "Wir werden den Kampf annehmen", sagte er.

Auch die viertgrößte Eisenbahner-Gewerkschaft CFDT sprach sich für einen Arbeitskampf aus. Sie schlage den anderen Gewerkschaften einen verlängerbaren Streik ab dem 14. März vor, erklärte die CFDT. Die Angestellten seien durch die Reformpläne einem "nie dagewesenen Angriff" ausgesetzt.

Die Regierung will die Privilegien bei der Staatsbahn abschaffen, wie Premierminister Edouard Philippe am Montag in Paris ankündigte. Kern der Reform ist die Abschaffung des beamtenähnlichen Status der Bahnbeschäftigten. Er macht betriebsbedingte Kündigungen unmöglich und garantiert eine Vorzugsrente, unter der Lokführer im Schnitt bereits mit 54 Jahren in Ruhestand gehen.