Gewerbeflächen: Der Platz für Firmen wird eng in Berlin

Berlin galt lange als Metropole der freien Räume. Mit dem Wirtschaftsaufschwung hat sich das geändert.

Normalerweise besorgt John Amram den betuchten Kunden seiner Firma HPBA mit Erfolg werthaltige Immobilien. In eigener Sache steht der Unternehmer jedoch vor Problemen. Er will seine Firma vergrößern, findet aber nur schlecht neue Büros. "Es gibt fast kein Angebot", sagt Amram. In der Innenstadt würden Qua­dratmetermieten von 25 Euro und mehr aufgerufen, in der Spitze bis zu 40 Euro: "Das ist Frankfurter Niveau."

Bei Industrieflächen sieht es ähnlich aus. Der anhaltende Aufschwung der Berliner Wirtschaft und die starke Konkurrenz des Wohnungsbaus haben Platz für ökonomische Aktivität in der Stadt zur Mangelware werden lassen.

Die Studien der Maklerhäuser schätzen, dass nur noch 2,7 bis drei Prozent der Berliner Büros leer stehen. In Frankfurt am Main sind es zehn Prozent. Der Neubau von Bürohäusern hinkt der Nachfrage hinterher. "Was in den nächsten zwei Jahren angefangen wird, ist alles schon vermietet", sagt Stefan Franzke, Chef der Wirtschaftsfördergesellschaft Berlin Partner.

An der Peripherie wird man für 12 bis 15 Euro fündig

Vor allem in der Innenstadt sei "sehr viel Druck im Markt". Immer mehr Firmen wichen in Randlagen aus, auch für Start-ups müsse es nicht mehr die hippe Fabriketage im Szene-Kiez sein. "Die verändern ihre Ansprüche und ziehen raus", sagt Franzke. An der Peripherie wird man für 12 bis 15 Euro fündig. Er rät Unternehmen, sich wenn möglich schon heute größere Flächen für künftiges Wachstum zu mieten und die nicht sofort benötigten Räume unterzuvermieten.

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