Gewaltsame Proteste gegen "Republik Nord-Mazedonien"

In der mazedonischen Hauptstadt Skopje ist es nach der offiziellen Einigung mit Griechenland über eine Änderung des Staatsnamens in "Republik Nord-Mazedonien" zu gewaltsamen Ausschreitungen gekommen.

Demonstranten hatten offenbar versucht, zum weiträumig abgesperrten Parlamentsgebäude vorzudringen und waren dabei mit Sicherheitskräften aneinandergeraten. Diese setzten Tränengas und Blendgranaten ein. Demonstranten sollen die Einsatzkräfte zuvor mit Steinen und Feuerwerkskörpern attackiert haben. Laut Medienberichten wurden sieben Polizisten und mehrere Demonstranten verletzt. Elf Menschen wurden festgenommen.

Zuvor hatten hunderte griechische und mazedonische Nationalisten auf beiden Seiten des Grenzgebiets und zum Teil in verstreuten Gruppen gegen die bilaterale Vereinbarung protestiert, während diese feierlich von den Außenministern beider Länder unterzeichnet wurde, Mit ihr sollte der seit 27 Jahren schwelende Streit beigelegt werden.

Mazedonien grenzt im Süden an die gleichnamige griechische Provinz. Athen spricht dem Nachbarn das Recht auf den historischen Namen Mazedonien ab.

Vor einer vollständigen Umbenennung in Republik Nord-Mazedonien müssen noch die Zustimmungen beider Parlamente und ein Referendum in Mazedonien abgewartet werden.