Gewalt in Nicaragua nimmt zu - EU äußert Besorgnis

Die EU hat sich besorgt über die eskalierende Gewalt in Nicaragua gezeigt. Die Angriffe auf Studenten und Zivilisten sowie die Verzögerung bei der Bereitstellung medizinischer Hilfe sind bedauerlich, so eine Sprecherin der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini.

Mindestens zehn Menschen sind am Sonntag bei gewalttätigen Auseinandersetzungen in mehreren Städten des mittelamerikanischen Lands getötet worden.

Unter den Opfern waren vier Polizisten und ein Mädchen, das nicht schnell genug medizinisch versorgt werden konnte.

Am schwersten ist die Stadt Masaya getroffen, die rund 27 Kilometer von Nicaraguas Hauptstadt Managua entfernt liegt.

Die Stadt ist blockiert, Verletzte können nicht in Sicherheit gebracht und behandelt werden.

Die jüngsten Proteste gegen die Regierung hatten sich im April an einer geplanten Sozialreform entzündet. Mittlerweile fordern die Demonstranten den Rücktritt des autoritären Präsidenten Daniel Ortega.

Bei Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften, regierungsnahen Paramilitärs und Regierungsgegnern kamen nach Angaben von Menschenrechtlern bereits mehr als 300 Menschen ums Leben.