Gewalt gegen Ex-Freundin? ATP ermittelt gegen Alexander Zverev (24)

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Die Vorwürfe der Ex-Freundin des deutschen Tennisprofis Alexander Zverev (24) sind nicht neu. Die ehemalige Tennisspielerin Olga Scharypowa (24) hatte schon Oktober 2020 in den sozialen Medien und in Interviews berichtet, der Hamburger habe sie geschlagen und rücksichtslos behandelt. Der Tennisprofi habe sich auch nicht um sie gekümmert, als es ihr so schlecht ging, dass Olga Scharypowa sich das Leben nehmen wollte.

Alexander Zverev hat die Anschuldigungen mehrmals zurückgewiesen.

Doch erst jetzt - kurz vor dem Masters-1000 im kalifornischen Indian Wells - hat die ATP angekündigt, sie habe eine Untersuchung der Vorwürfe gegen den Tennis-Olympiasieger eingeleitet. Zahlreiche Stimmen fordern, dass die ATP Regeln aufstellen solle, um gegen Gewalt durch die Spieler vorzugehen.

Schon länger beklagte der Slate-Journalist Ben Rothenburg, der zahlreiche Interviews mit Olga Scharypowa und anderen Bekannten von Zverev geführt hat, dass die ATP nichts gegen häusliche Gewalt während der von ihr organisierten Tennis-Turniere unternehme. In dem Slate-Artikel ist die Rede davon, dass sich Olga Scharypowa - die nicht an Diabetes leidet - Insulin gespritzt hatte, um alles zu vergessen.

Laut Slate sind auf Fotos von Zverev vom Turnier in Schanghai 2019 Kratzspuren am Hals des Tennisspielers zu sehen, die offenbar zeigen, dass sich die damalige Freundin gegen dessen Schläge gewehrt hat.

Die ATP verurteile jede Form von Gewalt oder Missbrauch und werde den Vorwürfen in Bezug auf ein von ihr veranstaltetes Turnier nachgehen, hieß es in der Erklärung der Herren-Organisation. "Die gegen Alexander Zverev erhobenen Vorwürfe sind ernst zu nehmen und wir haben die Verpflichtung, ihnen nachzugehen", erklärte ATP-Chef Massimo Calvelli. "Wir hoffen, dass unsere Ermittlungen es uns ermöglichen werden, den Sachverhalt aufzuklären, um daraus die richtigen Schlüsse für unser weiteres Vorgehen zu ziehen."

Slate-Journalist Ben Rothenburg zitiert Olga Scharypowa, die sagt, sie wolle Alexander Zverev nicht schaden und keine Klage gegen ihn einleiten.

Die 24-Jährige lebt inzwischen in Moskau und versucht weiterhin, die sehr komplizierte langjährige Beziehung zu Zverev zu verarbeiten.

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