Gesundheitsgefährdend: Cocktails in Kupferbechern können krank machen

Die Kombination aus Kupfer und einigen Lebensmitteln kann krank machen. (Bild: ddp Images)

Von Moscow bis Mezcal Mule: Immer öfter werden liebevoll gemixte Cocktails in Kupferbechern auf den Tresen gestellt – verziert mit frischer Minze und der einen oder anderen Limette. Sieht schön aus, ist aber scheinbar nicht ganz ungefährlich. Die Gesundheitsbehörde im US-Staat Iowa warnt: Kupferbecher können Lebensmittelvergiftungen verursachen.

Eine Untersuchung der Gesundheitsbehörde in Iowa hat ergeben, dass die Kombination aus Kupfer und einigen Lebensmitteln uns krank machen kann. Die Studie warnt vor ganz bestimmten Kombinationen, die Lebensmittelvergiftungen auf den Plan rufen. Nahrungsmittel, deren pH-Wert unter 6 liegt, sollten demnach nicht mit Kupfer und Kupferlegierungen in Kontakt kommen, da es dabei zu einer unerwünschten chemischen Reaktion kommen kann, bei der zu viel Kupfer in die Nahrung oder das Getränk abgegeben wird. Zwar ist Kupfer Bestandteil vieler Lebensmittel, doch der tägliche Bedarf eines erwachsenen Menschen beträgt nur 1,0 – 1,5 Milligramm. Eine erhöhte Zufuhr kann über einen längeren Zeitraum hinweg zu einer Vergiftung und lebensmittelbedingten Krankheiten führen.

Limetten- und andere Fruchtsäfte, Wein oder Essig fallen in die Kategorie von Lebensmitteln, die nicht mit Kupfer in Verbindung gebracht werden sollten. Der Limettensaft, der beispielsweise für einen Moscow Mule verwendet wird, hat einen pH-Wert von 2,2 und liegt damit weit unter dem Grenzwert.

Bisher wurden den hübschen Behältern aus Kupfer oftmals sogar gesundheitsfördernde Eigenschaften zugesprochen. Wer beispielsweise Wasser aus einer Kupfertasse trinkt, soll damit die Funktion seines Verdauungssystems verbessern und das Immunsystem stärken können. Diese Annahmen basieren unter anderem auf Studien, die ergaben, dass Kupfer antimikrobielle, entzündungshemmende Eigenschaften bietet und ein Antioxidationsmittel sein kann. Bei Wasser, das in Kupfergefäßen gelagert wurde, wurden beispielsweise deutlich weniger schädliche Mikroben gefunden, als bei Wasser, das in anderen Gefäßen gelagert wurde.

Kaum einer möchte nun natürlich ganz auf Moscow Mule verzichten. Das muss auch nicht sein. Wer dennoch nicht auf Cocktails wie Mocow Mule verzichten möchte, tauscht den hippen Kupferbecher einfach durch ein normales Glas aus oder achtet darauf, dass der Kupferbecher innen beschichtet ist.