Gesichter der Spiele: Tomas Martensson

Gesichter der Spiele: Tomas Martensson

Der Tag beginnt früh, sehr früh. Noch bevor die ersten Athleten ihr Aufwärmprogramm absolvieren, ist Tomas Martensson unterwegs - in den Bergen und Loipen von Pyeongchang. "Ich beobachte die Sonne, stecke das Thermometer in den Schnee und prüfe noch die Feuchtigkeit", sagt Martensson. Seit 2001 arbeitet er für das Schwedische Olympische Komitee (SOK) als Meteorologe, er ist der Garant für den perfekten Ski.
"Wenn er etwas vorhersagt, dann wird es auch so eintreffen", sagte Schwedens Chef de Mission Peter Reinebo: "Er liefert vertrauliche Daten, er ist eine Bank. Da gibt es keine Zweifel."
Und falls doch, sollte man einfach mal darauf achten, welch banal anmutende, aber unheimlich wichtige Aussagen die schwedischen Starter bei den Olympischen Spielen von sich geben. "Das Material war grandios. Die Vorhersagen von ihm geben den Technikern die perfekte Möglichkeit, einen guten Job zu machen", sagte Biathletin Linn Persson.
Auch dank der Hilfe des Meteorologen gewannen die Biathleten (einmal Gold, einmal Silber), Langläufer (zweimal Gold, einmal Silber) und Alpinen (einmal Gold) in Südkorea bereits jede Menge Edelmetall. Für Martensson, der unter anderem auch die schwedischen Segler bei den Sommerspielen in Athen 2004 und Peking 2008 betreut hatte, ist das keine Überraschung.
"Wir waren schon 2016 und 2017 zu dieser Zeit für mehrere Wochen hier", sagte er. Das zahlt sich nun aus.