Gesichter der Spiele: Lim Hyo Jun

Gesichter der Spiele: Lim Hyo Jun

Eigentlich beginnt die Geschichte von Südkoreas erstem Heimsieg bei Olympischen Winterspielen mit einem simplen Wattestäbchen. Damit bohrte der damals sieben Jahre alte Lim Hyo Jun so lange in seinem Ohr herum, bis das Trommelfell kaputt ging. So endete seine kurze Karriere als Schwimmer, die Eltern meldeten ihren Sohn ersatzweise im Eislaufverein an.
Und bestimmt erinnerte sich der milchgesichtige Shorttracker noch an diesen Moment, als er speziell seinen Eltern sichtlich bewegt für ihren permanenten Zuspruch dankte: "Sie waren in der Halle und haben mich unterstützt. Genau so, wie sie es schon ein Leben lang tun. Sie sind wunderbar."
Wunderbar fanden es seine Fans, wie der 21-Jährige gleich bei der ersten Shorttrack-Entscheidung über 1500 m für seinen gestürzten Landsmann Hwang Daeh Heon in die Bresche sprang und wild entschlossen als Erster über den Zielstrich raste. Das 22. Shorttrack-Gold für Südkorea - aber eben das Erste im eigenen Land errungene.
Und so rissen sich nicht nur die heimischen Medien um den äußerlich immer noch pubertär daherkommenden Olympiasieger. Asiatisch-höflich arbeitete Lim alle Gesprächswünsche ab, erst kurz vor Mitternacht durften Mama und Papa den neuen Nationalhelden in die Arme schließen. Sogar das war den koreanischen TV-Machern eine Liveschalte wert.