Gesichter der Spiele: Kim Yuna

Gesichter der Spiele: Kim Yuna

In der wohl bittersten Stunde ihrer Karriere zeigte Kim Yuna wahre Größe. Nach einem Skandal-Urteil musste sich die Eiskunstläuferin bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi mit Silber hinter Adelina Sotnikowa begnügen. Bei der Siegerehrung spendete sie der Russin trotzdem fair Beifall.
Kim Yuna hängte danach ihre Schlittschuhe an den Nagel - bis die Südkoreanerin bei der Eröffnungsfeier der Winterspiele am Freitagabend in Pyeongchang noch einmal auf die große olympische Bühne zurückkehrte. Um 22.09 Uhr entzündete die Olympiasiegerin von Vancouver unter dem Jubel der 35.000 Zuschauer das Olympische Feuer - zuvor drehte die zweimalige Weltmeisterin gekonnt eine Pirouette.
Kim Yuna hatte vor acht Jahren als erste Südkoreanerin Gold im Eiskunstlaufen gewonnen. In Sotschi hätte sie als dritte Eiskunstläuferin nach der Norwegerin Sonja Henie und Katarina Witt (1984 und 88) ihren Gold-Triumph wiederholen können - die Preisrichter entschieden anders. "Ich bin froh, dass es vorüber ist. Ich möchte mich nur noch ausruhen, das ist jetzt mein größter Wunsch", sagte Kim Yuna danach.