Ein Geschwisterpaar musste seinen Tesla an einem Tag sechsmal laden – weil die Batterie des Autos nicht mit dem kalten Wetter klarkam

Alice und Xavier Steavenson haben ihren Tesla bei Hertz gemietet – und bei kaltem Wetter schlechte Erfahrungen gemacht. - Copyright: Alice Steavenson/Badax.life
Alice und Xavier Steavenson haben ihren Tesla bei Hertz gemietet – und bei kaltem Wetter schlechte Erfahrungen gemacht. - Copyright: Alice Steavenson/Badax.life

Xaviar und Alice Steavenson wollten herausfinden, wie es ist, einen Tesla zu fahren, also mieteten sie einen von Hertz für eine Fahrt von Orlando, im US-Bundesstaat Florida, nach Wichita, im Bundesstaat Kansas. Sie wussten, dass das Elektroauto unterwegs aufgeladen werden musste, aber die Geschwister hatten nicht damit gerechnet, wie oft sie es an die Steckdose anschließen mussten.

Ihnen war klar, dass es länger dauern würde, das Auto aufzuladen, nachdem es Ende Dezember sehr kalt in Teilen der USA geworden war. Sie berichten allerdings, dass der "Akku schneller leer war, als er wieder aufgeladen werden konnte", so Xaviar im Gespräch mit Insider.

Tesla bei Kälte: Am Ende zwei Stunden Ladezeit

Als sie losfuhren, konnten sie mindestens zweieinhalb Stunden fahren, bevor sie den Tesla aufladen mussten. "Am Ende mussten wir alle ein bis eineinhalb Stunden anhalten, um eine Stunde, dann eineinhalb und schließlich zwei Stunden aufzuladen", sagte er.

Der von den Steavensons gemietete Tesla an einer Ladestation. - Copyright: Alice Steavenson/Badax.life
Der von den Steavensons gemietete Tesla an einer Ladestation. - Copyright: Alice Steavenson/Badax.life

"Abgesehen von der verlorenen Zeit war es auch so, dass das Aufladen zwischen 25 und 30 Dollar kostete. Allein an einem Tag haben wir sechsmal angehalten, um das Auto für diesen Preis zu laden", sagte Xaviar.

Hertz: Nicht mehr Beschwerden bezüglich E-Autos

Hertz behauptet auf seiner Website, dass das Mieten eines Tesla "immer billiger ist als Benzin", so Xaviar. Aber er sagt, dass diese Behauptung weit von der Wahrheit entfernt ist. Als die Geschwister das erste Mal bei Hertz anriefen, habe der Mitarbeiter Xaviar gesagt, dass er an dem Tag Anrufe zu Tesla-Autos bekommen habe. "Ich habe keine Ahnung, warum es bei denen Probleme gibt", sagte er laut Steavenson.

Ein Sprecher von Hertz erklärte auf Anfrage von Business Insider: "Wir haben keine signifikante Zunahme der Kommunikation von Kunden über die Batterie ihrer EV-Mietfahrzeuge erlebt. Die Reichweite der Batterien variiert jedoch von Fahrzeughersteller zu Fahrzeughersteller und kann durch verschiedene Faktoren wie Wetter und Fahrbedingungen beeinflusst werden."

Radiomoderator aus Lynchburg konnte Tesla überhaupt nicht mehr laden

Die Steavensons waren nicht die einzigen, die bei sehr kaltem Wetter Probleme mit dem Aufladen des Tesla hatten. Ein 44-jähriger Radiomoderator aus Lynchburg im östlichen US-Bundesstaat Virginia berichtete Insider, dass er bei minus sieben Grad kurz vor Weihnachten festgesessen habe, weil sein Model S nicht geladen werden konnte.

Xaviar sagte, Hertz habe ihm gesagt, er solle zur nächstgelegenen Filiale gehen, um ein neues Auto abzuholen. "Aber dort gibt es keine Teslas, nicht einmal das Äquivalent, also fahre ich mit einem Nissan Rogue Sport zurück – der ist wenigstens sparsam." Tesla reagierte nicht auf eine Anfrage von Insider.

Dieser Artikel wurde von Steffen Bosse aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.