Oprah Winfrey bricht mit Tradition und setzt ein wichtiges Zeichen

·Freie Autorin
·Lesedauer: 3 Min.

Seit 20 Jahren ist es immer das gleiche Gesicht, das einem vom Cover von The Oprah Magazine entgegenlächelt: Das der Kult-Moderatorin und Herausgeberin Oprah Winfrey selbst. Die neue Ausgabe bricht mit dieser Tradition und bildet erstmals eine andere Frau ab - und setzt damit ein wichtiges Statement.

LOS ANGELES, CALIFORNIA - AUGUST 06: Oprah Winfrey attends the Premiere Of OWN's "David Makes Man" at NeueHouse Hollywood on August 06, 2019 in Los Angeles, California. (Photo by Leon Bennett/FilmMagic,)
Oprah Winfrey modelt normalerweile stets selbst für ihr eigenes Magazin - bis jetzt (Symbolbild: Leon Bennett/FilmMagic,)

Es ist keine berühmte Sängerin, Schauspielerin oder Politikerin, die das Cover der September-Ausgabe des meist als O abgekürzten Magazins zeigt, sondern das einer bis vor wenigen Monaten unbekannten Rettungssanitäterin: Auf der Zeitschrift ist ein Portrait von Breonna Taylor zu sehen, die im Alter von 26 Jahren nachts in ihrer Wohnung von Polizisten aus dem Schlaf gerissen und schließlich erschossen wurde.

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Oprah richtet eindringlichen Appell an ihre Leser

Zusammen mit dem ebenfalls von einem Polizisten ermordeten George Floyd wurde Taylor zur Symbolfigur für die Black-Lives-Matter-Bewegung die Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt. Dementsprechend stehen drei Worte neben dem Bild von Breonna Taylor geschrieben: “Her Life Matters” - deutsch: Ihr Leben zählt - zusammen mit einem Zitat von Oprah Winfrey selbst: “Wer bei Rassismus wegschaut, wird zum Mittäter.” Die ganze Ausgabe handelt von den Themen Rassismus und weißem Privileg und ehrt Frauen wie Taylor, die Opfer von rassistisch bedingter Gewalt wurden.

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Im Vorwort schreibt Winfrey: “Sie war genau wie ich. Sie war genau wie du. Wie jeder, der unerwartet stirbt, hatte sie Pläne. Pläne für eine Zukunft voller Verantwortung, Arbeit, Freunde und Lachen. Ich denke oft an Breonna Taylor.” Warum sie sich entschied, erstmals eine andere Frau auf dem Cover ihrer Zeitschrift abzubilden erklärt sie so: “Wir dürfen nicht leise sein. Wir müssen jede Plattform nutzen, die wir zur Verfügung haben, um Gerechtigkeit zu verlangen.”

“Justice for Breonna”

In der Nacht vom 13. März dieses Jahres hatten Polizisten bei einer fehlgeleiteten Drogenrazzia die Wohnung von Taylor aufgebrochen und gestürmt. Weder befand sich der gesuchte Verdächtige in der Wohnung noch wurden Drogen darin gefunden. Taylors Freund, der einen Einbruch vermutete, feuerte seine Schusswaffe ab, woraufhin die Polizei 20 Kugeln abfeuerten. Taylor wurde von acht davon getroffen, während sie noch im Bett lag, und erlag kurze Zeit später ihren Verletzungen.

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Heute wäre Breonna Taylor 27 Jahre alt geworden. Nehmt euch die Zeit, ihren Namen zu sagen, damit wir nie vergessen.

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Verhaftet die Polizisten, die Breonna Taylor getötet haben

Durch den Tod von George Floyd bekam auch Taylors Fall mehr Aufmerksamkeit. Auf Social Media verlangen viele Menschen, darunter zahlreiche Prominente, beständig “Justice for Breonna” - Gerechtigkeit für Breonna. Anders als im Fall von Floyd, bei dem vier Polizisten verhaftet wurden, gab es für die Beteiligten an der Tötung von Taylor bisher keine Konsequenzen.

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