Eine Geschichte aus zwei Städten: Zwei Orte in Litauen und Polen sind durch ein Portal verbunden

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Die Idee klingt, als stamme sie aus einem Science-Fiction-Film, doch sie wurde bereits umgesetzt. Die litauische Hauptstadt Vilnius ist seit Kurzem durch ein futuristisches Portal mit Lubin in Polen verbunden. Damit sollen die Menschen in den beiden Nachbarländern aneinander näherkommen.

Am 26. Mai wurde das Portal in Vilnius direkt neben dem Hauptbahnhof errichtet. Von dort können die Einwohner der Stadt jetzt in Echtzeit den Menschen in Lubin zuschauen, die natürlich ihrerseits Kontakt mit den Litauern aufnehmen können.

Die knapp 600 Kilometer, die zwischen den Städten liegen, werden mittels einer runden 'Tür' überwunden, in der ein Live-Screen zu sehen ist, auf die mit Kameras Bilder vom anderen Ende übertragen werden.

Fünf Jahre dauerte das Projekt von der ersten Idee einer 'visuellen Brücke' über Kulturen hinweg bis zur Umsetzung.

Benediktas Gylys, Präsident der Benediktas-Gylys-Stiftung hatte die zündende Idee: "Die Menschheit sieht sich vielen potenziell tödlichen Herausforderungen gegenüber, seien es soziales Auseinanderdriften, Klimawandel oder wirtschaftliche Probleme. Doch wenn wir genau hinsehen, so ist es nicht etwa der Mangel an brillanten Wissenschaftlern, Aktivisten, Anführern, Wissen oder Technik, der diese Herausforderungen an uns stellt, sondern die Engstirnigkeit, mangelnde Empathie und ein Verständnis der Welt, welches oft an den Landesgrenzen endet."

Daraufhin wurde die Idee des Portals geboren, welches ein wenig an 'Stargate' erinnert. "Es ist eine Brücke, die uns vereint und eine Einladung, sich über Vorurteile und Auseinandersetzungen hinwegzusetzen, die der Vergangenheit angehören."

Umgesetzt wurde das ehrgeizige Projekt von LinkMenu fabrikas, dem Zentrum für Kreativität an der Technischen Universität Vilnius. Man hat sich bewusst für einen Kreis entscheiden, der das 'Rad der Zeit' symbolisiert.

"Es war eine komplexe Aufgabe, die Spezialwissen und -technologie verlangt", erklärte Adas Meskenas, Direktor von LinkMenu fabrikas. "Vom Design und den 3-D-Modellen bis zur digitalen Content-Entwicklung und logistischen Herausforderungen, ein derartiges Projekt erfordert ein breites und multifunktionales Team. Bedeutungsvolle Projekte werden geboren, wenn es vielfältigen Menschen gelingt, zusammenzuarbeiten." Es sei ein weiteres Beispiel dafür, was Menschen erreichen können, wenn sie gemeinsam anpacken.

Das Portal soll nicht das einzige seiner Art bleiben. Als nächstes ist eine ähnliche Installation geplant, die das isländische Reykjavík mit London verbinden soll.

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