Die Geschichte der Sternschanze: Als aus einer Wehranlage eine Partymeile wurde

Woher hat das „Schulterblatt“den Namen? Wann wurde die Flora gebaut? Die Antworten.

Noch einen Stadtteil wie diesen gibt es nicht: Szeneviertel und Sanierungsgebiet zugleich. Yuppies leben hier neben Punks und Pennern, Autonome neben Werbern und Studenten. Manchmal brennen Barrikaden, fliegen Steine. Irgendwie folgerichtig, dass ausgerechnet ein heruntergekommenes Varieté-Theater zum Wahrzeichen dieses Stadtteils geworden ist: mit Obdachlosen, die auf dem Treppenaufgang leben, und einer Fassade, die geschmückt ist mit revolutionären Parolen.

Schanzenviertel – das klingt nicht nur nach Militanz, das ist auch in seinem Ursprung durch und durch militärisch. Wieso das Viertel diesen Namen trägt? Beim Blick auf eine alte, längst vergilbte und brüchige Hamburg-Karte wird es jedem wie Schuppen von den Augen fallen!

Um 1620 hatte der niederländische Architekt Jan van Valckenburgh die Hansestadt in eine uneinnehmbare Festung mit mächtigen Erdwällen verwandelt. 1682 – der Dreißigjährige Krieg war da längst vorbei – erweiterten die Hamburger ihre Verteidigungsanlagen noch einmal: In einer sumpfigen, wenig bewohnten Gegend außerhalb der Stadt wurde eine sternförmige Bastion errichtet (dort, wo sich jetzt der Schanzenpark und das „Mövenpick“-Hotel befinden).

Die sogenannte Sternschanze sollte mögliche Angreifer auf Abstand halten. Als Christian V. 1686 Hamburg belagerte, ging die Rechnung auf: Der dänische König musste sich geschlagen zurückziehen.

Ende des 17. Jahrhunderts eröffnete an der nahe gelegenen Landstraße, die von Hamburg zum Dorf Eimsbüttel und...Lesen Sie den ganzen Artikel bei mopo