Dem Geschäftsführer von Pfizer zufolge ist eine impfstoffresistente Variante des Coronavirus "wahrscheinlich"

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Präsident Joe Biden hört zu, als Pfizer-Chef Albert Bourla am Donnerstag, 10. Juni 2021, in St. Ives in England spricht.
Präsident Joe Biden hört zu, als Pfizer-Chef Albert Bourla am Donnerstag, 10. Juni 2021, in St. Ives in England spricht.

Der Geschäftsführer von Pfizer, Albert Bourla, sagte am Dienstag in einem Interview mit dem Nachrichtensender "Fox News", dass er es für "wahrscheinlich" hält, dass irgendwann eine impfstoffresistente Variante des Coronavirus auftaucht. "Jedes Mal, wenn eine Variante auf der Welt auftaucht, beschäftigen sich unsere Wissenschaftler mit ihr", sagte Bourla. "Und sie untersuchen, ob diese Variante dem Schutz unseres Impfstoffs entgehen kann. Wir haben noch keine derartigen Varianten ausgemacht, aber wir halten es für wahrscheinlich, dass sie eines Tages auftauchen werden."

Bourla fügte hinzu, dass Pfizer innerhalb von drei Monaten neue Versionen seines Impfstoffs herstellen könnte, um neue Varianten zu bekämpfen. "Wir haben einen Prozess entwickelt, der es uns ermöglicht, innerhalb von 95 Tagen nach der Identifizierung einer besorgniserregenden Variante einen 'maßgeschneiderten' Impfstoff gegen diese Variante herzustellen", so Bourla.

Nicht zum ersten Mal werden Bedenken im Hinblick auf eine mögliche Umgehung des Impfstoffs geäußert. "Die aktuellen Impfstoffe schützen uns sehr gut vor schweren Krankheiten und Todesfällen. Aber die große Sorge ist, dass die nächste Variante, die möglicherweise auftaucht — und nur ein paar Mutationen entfernt ist — möglicherweise unsere Impfstoffe umgehen könnte", sagte die Direktorin US-Gesundheitsbehörde CDC, Rochelle Walensky, am 27. Juli in einer Pressekonferenz.

Auch der wissenschaftliche Beirat der britischen Regierung, die Scientific Advisory Group for Emergencies, erklärte, dass höheren Raten der Viruszirkulation und -übertragung "mehr Möglichkeiten für das Auftreten neuer Varianten" schaffen.

Angela Rasmussen, Virologin an der University of Saskatchewan in Kanada, sagte jedoch gegenüber dem britischen "Telegraph", dass sie die Möglichkeit eines impfstoffresistenten Stammes eher für unwahrscheinlich hält. "Dazu wären so viele Mutationen im Spike-Protein erforderlich, dass das Virus nicht mehr 'funktionieren' würde", so Rasmussen.

Seht euch hier das Video von Albert Bourla an:

https://twitter.com/therecount/status/1430224486368956423

Dieser Artikel wurde von Ilona Tomić aus dem Englischen übersetzt und editiert. Das Original lest ihr hier.

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