Gesamtwirtschaftlicher Schaden von 259 Milliarden Euro durch Naturkatastrophen

Die drei Hurrikane "Harvey", "Irma" und "Maria", Waldbrände in Kalifornien und zwei starke Erdbeben in Mexiko haben in diesem Jahr die wirtschaftlichen Schäden durch Naturkatastrophen gewaltig in die Höhe getrieben

Die drei Hurrikane "Harvey", "Irma" und "Maria", Waldbrände in Kalifornien und zwei starke Erdbeben in Mexiko haben in diesem Jahr die wirtschaftlichen Schäden durch Naturkatastrophen gewaltig in die Höhe getrieben. Wie der Rückversicherer Swiss Re am Mittwoch in Zürich nach vorläufigen Schätzungen mitteilte, entstanden 2017 gesamtwirtschaftliche Schäden in Höhe von 306 Milliarden Dollar (259 Milliarden Euro) durch Natur- und menschengemachte Katastrophen.

Dies sei ein Anstieg um 63 Prozent gegenüber dem Vorjahr mit 188 Milliarden Dollar, erklärte der Rückversicherer. Die versicherten Schäden würden in diesem Jahr voraussichtlich 136 Milliarden Dollar erreichen. Sie lägen damit ebenfalls deutlich über dem Vorjahresstand von 65 Milliarden Dollar und dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre mit 58 Milliarden Dollar.

Rund 11.000 Menschen kamen 2017 durch Natur- und menschengemachte Katastrophen ums Leben oder werden seitdem vermisst. Dies waren ähnlich viele wie im Vorjahr.

Hauptursache für die hohe Zahl von versicherten Schäden waren laut Swiss Re die extremen Wetterereignisse in den USA, die sich im zweiten Halbjahr ballten. So seien die USA im August und im September gleich von drei Hurrikanen der Kategorie 4 getroffen worden. Deren Zerstörungen hätten von der texanischen Küste über das westliche Florida bis in die Karibik gereicht. Die versicherten Schäden beliefen sich insgesamt auf rund 93 Milliarden Dollar.

Die Hurrikan-Saison 2017 sei zur bisher zweitteuersten nach 2005 geworden, erklärte der Konzern, bei dem sich andere Versicherungen versichern. Das Schadenspotenzial von Hurrikanen habe an einigen Orten signifikant zugenommen, da die Zahl der Einwohner und der neuen Häuser in den Küstengemeinden seit den Hurrikanen "Katrina", "Rita" und "Wilma" im Jahr 2005 stark gestiegen sei.

Aber auch andere Regionen der Welt wurden schwer von Naturkatastrophen getroffen, darunter Mexiko, wo Erdbeben zahlreiche Häuser in den Städten Tehuantepec und Puebla zerstörten. Ende März traf zudem ein tropischer Wirbelsturm die Küste im Nordosten Australiens, der zu großflächigen Überschwemmungen führte.